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Philippinen: Entführter Rot-Kreuz-Mitarbeiter freigelassen

 
Meldung vom 13.07.2009

Mehr als sechs Monate lang dauerte die Zitterpartie um den entführten italienischen Rot-Kreuz-Mitarbeiter Eugenio Vagni. Solange war er Geisel der philippinischen Abu-Sayyaf-Terroristen. Wochenlang drangen keinerlei Informationen mehr über ihn an die Öffentlichkeit. Nun ist er frei. Den Medien gegenüber verlieh er seinen Gefühlen darüber Ausdruck, wie sehr er sich darauf freue, seine Freunde wiederzusehen.

Mehr als ein halbes Jahr nach der Entführung von drei Mitarbeitern des Roten Kreuzes im Süden der Philippinen, ließen die Geiselnehmer auch den Italiener Eugenio Vagni frei. Das meldete auch die Sprecherin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz in Manila, Anastasia Isyuk. Der Schweizer Kollege von Vagni, Andreas Notter, und die ebenfalls entführte philippinische Mitarbeiterin des Roten Kreuzes, waren bereits in den vergangenen Monaten auf freien Fuß gesetzt worden.

Im philippinischen Fernsehen konnte man Vagni sehen, er befindet sich offenbar in guter gesundheitlicher Verfassung: „Ich fühle mich frei, ich lebe noch und freue mich darauf, meine Freunde wieder zusehen. Ich liebe sie alle.“ In der vergangenen Nacht wurde Vagni von Rebellen der militanten Islamistengruppe Abu Sayyaf dem Vizegouverneur der Insel Jolo ausgeliefert.

Nach Angaben der Behörden erhielten die Geiselnehmer kein Lösegeld. Im Gegenzug seien aber mehrere Familienmitglieder der Entführer übergeben worden, die erst vor wenigen Tagen von der philippinischen Polizei inhaftiert worden waren und offenbar als Druckmittel herhalten mussten.

Die Entführer gehören zu der Terrororganisation Abu Sayyaf. Diese hatten mehrfach gedroht, die Geiseln köpfen zu lassen. Die philippinischen Streitkräfte hatten die Entführer auf der kleinen Insel Jolo in den Rückzug gezwungen, auf Wunsch des Roten Kreuzes und der italienischen Botschaft in Manila aber keine gewaltsame Befreiungsaktion eingeleitet. Rund 1.000 Soldaten waren bei dem Einsatz auf der Insel Jolo beteiligt.

Über die Insel hatte die Regierung zwischenzeitlich den Ausnahmezustand verhängt, um militärisch besser gegen die Entführer angehen zu können. Die Terrororganisation Abu Sayyaf hält sich seit Jahren im Süden der Philippinen verborgen. Sie ist nach Einschätzung von Experten mit dem Terrornetzwerk Al Kaida vernetzt.


Video-Beiträge zu diesem Thema

 Rot-Kreuz-Mitarbeiter nach sechs Monaten frei




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „ARD“, ard.de