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Unruhen in Kenia destabilisieren ganz Ostafrika

Meldung vom 05.01.2008

Die angespannte Lage in Kenia hält unverändert vor. Hunderttausende Menschen befinden sich auf der Flucht. Der umstrittene Präsident Kibaki gesteht seinen Gegnern jetzt Machtbeteiligung zu. Doch die fordern Neuwahlen. Es wird dauern, bis die verfeindeten Gruppen sich einigen. Damit werden auch die Nachbarländer Kenias beeinträchtigt.

Kenia kommt seit den Präsidenten- und Parlamentswahlen nicht zur Ruhe. Verschiedenen Schätzungen zufolge sind wegen der anhaltenden bürgerkriegsähnlichen Unruhen 200.000 bis 300.000 Menschen auf der Flucht.

Es heißt: „Wenn Kenia hustet, bekommt ganz Ostafrika eine Lungenentzündung.“ Jetzt befindet sich Ostafrikas Wirtschaftszentrum seit einer Woche in der schwersten Krise seit dem Putschversuch der Luftwaffe vor 25 Jahren. Die Börse ist abgestürzt, die Sicherheitslage katastrophal, Mangelwirtschaft ist ausgebrochen.

In den benachbarten Ländern sind die Folgen schon zu spüren: Benzinmangel in Uganda, Rationierung in Ruanda, der Handel und Grenzverkehr befindet sich kurz vor dem Erliegen. Zwar ließ die Regierung die Straßen Nairobis gestern wieder für den normalen Verkehr öffnen, erste Kiosks und Läden öffneten wieder. Doch bis wieder Normalität einzieht, wird viel Zeit vergehen. Und auch nur dann, wenn die derzeitige politische Krise bewältigt werden kann.

Mehr als 300 Menschen wurden bislang bei Ausschreitungen nach der Wahlfälschung in Kenia getötet. Doch es ist nicht dieser Verlust, der in der Region hektische internationale Vermittlungsbemühungen ausgelöst hat. So viele Menschen sterben im benachbarten Somalia nahezu täglich, im Ostkongo ebenfalls. „Es ist die Sorge um eine ganze Region und ihren vermeintlichen Stabilitätsanker Kenia.“

Wenn die US-Afrikabeauftragte Jendayi Frazer nach Kenia fliegt, dann meist, weil sie als Vermittlerin in Somalia aktiv werden will. Doch gestern traf sie sich mit Präsident Mwai Kibaki (76) und setzte ihn offenbar unter Druck. Kibaki jedenfalls ließ anschließend erklären, er sei bereit für eine Regierung der nationalen Einheit. Damit wolle er zur Beruhigung der Krise beitragen. Zuvor hatte sich Frazer mit dem Oppositionsführer Raila Odinga (62) getroffen, der in dem zweistündigen Treffen erneut seine Forderung nach Neuwahlen verlauten ließ.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Welt Online“, welt.de