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Somalia: Entführte Mitarbeiterinnen freigelassen

Meldung vom 08.01.2008

Die beiden Mitarbeiterinnen von Ärzte ohne Grenzen, die in der somalischen Region Puntland entführt wurden, sind wieder frei. Die spanische Ärztin und die argentinische Krankenschwester, die eine Woche lang festgehalten worden waren, haben ihre Entführung körperlich unbeschadet überstanden. Ihre Organisation ist sehr erleichtert über das Ende der Entführung. Am Nachmittag des 2. Januar 2008 wurden die beiden Frauen freigelassen.

Die beiden Mitarbeiterinnen waren am Morgen des 26. Dezember 2007 in dem Ort Bossaso von einer bewaffneten Gruppe gewaltsam verschleppt worden. Sie befanden sich auf dem Weg zu einem Ernährungszentrum, das Ärzte ohne Grenzen zur Behandlung unterernährter Kinder errichtet hat. Die Organisation kümmert sich dort um rund 7.000 Kinder. Schätzungen zufolge leben in dem Gebiet 25.000 Vertriebene in 19 Lagern.

Entführungen solcher Art beeinträchtigten die humanitäre Hilfe für die Menschen, die sie am meisten brauchen, so Paula Farias, Präsidentin der spanischen Sektion von Ärzte ohne Grenzen. Die beiden Mitarbeiterinnen arbeiteten in Somalia, um den Menschen zu helfen. Die Zivilbevölkerung bezahlt für den andauernden Konflikt in Somalia, und das Überleben vieler hängt von externer Hilfe durch einige humanitäre und internationale Organisationen ab“, betonte Farias. „Somalia war und ist eine vergessene Krise, und solche Ereignisse verstärken nur das Leiden der Menschen dort.“

Ein Teil der internationalen Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen ist aus Sicherheitsgründen evakuiert worden. Dennoch werden die Programme in Somalia weiterlaufen, um Tausenden Menschen zu helfen, die von dem Konflikt dort betroffen sind.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Daily Net“, dailynet.de