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Gewalt gegen Christen in Indien: Drei Anschläge pro Woche

Meldung vom 17.01.2010

Indien ist ein Land voller ethnischer und religiöser Spannungen. Immer wieder kommt es zu gewaltsamen Ausschreitungen gegen Minderheiten. Besonders betroffen sind Christen. Durchschnittlich drei Anschläge pro Woche richteten sich vergangenes Jahr gegen Christen in Indien. 152 größere gewalttätige Übergriffe meldete die Indische Evangelische Allianz. Diese Angaben sind jedoch nicht vollständig, da es eine hohe Dunkelziffer bei den gewaltsamen Übergriffen gegen Christen gibt. 2009 wurden den offiziellen Zahlen nach im Durchschnitt drei Anschläge pro Woche verübt.

Den Angaben zufolge hat die Gewalt gegen die christliche Minderheit 2009 zwar nicht das schreckliche Ausmaß des Vorjahrs erreicht, sie bewege sich aber immer noch auf hohem Niveau. Drahtzieher der Christenfeindlichkeit sind vor allem nationalistische Hindu-Extremisten. Im August 2008 kamen bei den bisher blutigsten Ausschreitungen vor allem im Bundesstaat Orissa etwa 120 Personen ums Leben. Hunderte erlitten Verletzungen. Aus mindestens 315 Dörfern wurden Christen zur Flucht gezwungen. Mehrere hundert Kirchen und Gebäude wie auch Schulen wurden zerstört.

Von den 50.000 Vertriebenen befinden sich nach Angaben der Evangelischen Allianz noch immer etwa 2.000 in notdürftigen Lagern. Die juristische Aufarbeitung der Übergriffe vollzieht sich nur äußerst schleppend. 787 Fälle habe die Polizei in Orissa aufgenommen, davon würden 100 als Schnellverfahren von zwei Gerichten verhandelt. Nur 35 Verhandlungen seien bislang wirklich zu einem Ergebnis gekommen. 50 Angeklagte seien schuldig gesprochen und bestraft worden und über 190 seien wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

Das Weihnachtsfest 2009 verlief in den bedrohten Regionen entgegen der Befürchtungen weitgehend friedlich. Dafür sorgten aber auch Polizeibeamte, die viele Kirchen bewachten. Im Jahr 2009 kam es in Orissa lediglich zu zwei Anschlägen auf Christen. Die Gewalt eskaliert stattdessen neuerdings häufiger im Süden des Landes, das bisher als relativ sicher für Christen galt. Mehr als die Hälfte der Anschläge, nämlich 86, wurden in den südlichen Bundesstaaten Karnataka (48), Andhra Pradesh (29), Tamil Nadu (5) und Kerala (4) verübt.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „idea“, idea.de

Schlagwörter: Indien, Anschläge, Christen, Hindu, Extremisten, Minderheiten, Gewalt, Orissa, Verhandlung