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USA errichten Raketenschutzschild in Rumänien

Meldung vom 08.02.2010

Ab 2015 wird Rumänien zum Standort für einen amerikanischen Raketenschutzschild. Diese Entscheidung fällte der rumänische Landesverteidigungsrat auf Anfrage des US-Präsidenten Barack Obama hin. Obwohl die geplanten militärischen Einrichtungen laut Staatspräsident Traian Basescu ausdrücklich „nicht gegen Russland gerichtet sind“, sondern im Rahmen der NATO-Partnerschaft als Abwehranlage gegen den Mittleren Osten, vor allem gegen den Iran, dienen sollen, ruft der Plan deutliche Kritik in Russland hervor.

Rumänien spielt damit in der Beziehung zwischen den USA und Russland eine wichtige strategische Rolle und könnte seinen politischen Einfluss in Europa vergrößern. In Rumänien selbst wurde der Raketenschutzschild daher fast einstimmig als „Garantie der langfristigen demokratischen Stabilität“ willkommen geheißen.

Laut Premier Emil Boc entstünden durch ihn „minimale Kosten und maximale Vorteile“ für das Land. Rumäniens diplomatischer Stellenwert würde dadurch zunehmen. Für die Ratifizierung des entsprechenden Gesetzes durch das Parlament wird laut des Verteidigungsausschusses kein Hindernis zu erwarten sein.

Der Bau der ursprünglich für Polen und Tschechien geplanten Radaranlagen wurde auf Eis gelegt, nachdem die Bedrohung aus dem Iran zurückgegangen war und die Beziehungen zu Russland sich etwas entspannt hatten. Rumäniens Beziehungen zu Russland hingegen sind aufgrund der traditionell pro-amerikanischen Politik Basescus eher distanziert.

Bukarest entsandte Soldaten in den Irak und nach Afghanistan und bekam dafür von den USA, zuletzt beim Besuch von US-Vizepräsident Joe Biden im Oktober 2009 in Bukarest, ausdrücklichen Dank zugesprochen. Zudem hatte bereits der rumänische kommunistische Diktator Nicolae Ceausescu, auch im Hinblick auf die Energieversorgung, eine Abnabelung von Russland angestrebt.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurde die Kluft zwischen Rumänien und Russland noch tiefer, da Rumänien Interessen an der Republik Moldau und deren mehrheitlich rumänischstämmiger Bevölkerung bekundete. Bei seinem letzten Staatsbesuch in Moldau vor knapp zwei Wochen kündigte Basescu erneut die Unterstützung Rumäniens für die moldawischen EU-Beitritts-Bemühungen an.

Nachdem Obama die von seinem Vorgänger George W. Bush geplanten Abwehranlagen großer Reichweite nicht weiter verfolgte, decken die nun im Schutzschild vorgesehenen SM-3-Radare mit nur mehr mittlerer und kurzer Reichweite einen viel kleineren Raum des russischen Gebiets ab. Eine wichtige strategische Rolle spielt aber auch der rumänische Schwarzmeerzugang. Dort könnten mobile Einheiten auf Kriegsschiffen stationiert werden.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Der Standard“, derStandard.at

Schlagwörter: Rumänien, Raketenschutzschild, Raketen, Abwehranlage, USA, NATO, Bukarest, Basescu, Biden, Europa, Radar, Schwarzmeerzugang, Kriegsschiffe, Russland, Iran, Energieversorgung, Moldau, Moldawien