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Afghanistan: Taliban in Helmand auf dem Rückzug

Meldung vom 03.03.2010

Erste Erfolge bei der militärischen Offensive gegen die Taliban-Hochburg Helmand stellen sich ein. Die jüngsten Festnahmen hoher Taliban-Anführer und die Fortschritte bei der Offensive in der Provinz Helmand stellen für die USA die ersten Anzeichen zur Hoffnung im Afghanistan-Krieg seit Jahren dar. Nun hoffen die Amerikaner und ihre Verbündeten doch noch, die Aufständischen zum Rückzug zu zwingen.

Zum ersten Mal seit vier Jahren befinden sich die Taliban und ihre Verbündeten in der Defensive. Wichtige Anführer wie Mullah Abdul Ghali Baradar, der als Nummer zwei hinter Mullah Mohammad Omar gilt, konnten festgenommen werden und in Pakistan in eine Haftanstalt überführt werden.

Nach zweiwöchigen Kämpfen ist die Taliban-Hochburg Mardschah in Helmand jetzt in der Hand der afghanischen Regierung. Die Taliban nutzten Mardschah als Umschlagplatz für Drogen und als logistische Basis. Als nächstes wird auch die größte Taliban-Hochburg Kandahar zum Angriffsziel der ISAF.

Ziel ist es, die Taliban und ihre Verbündeten zunehmend unter Druck zu setzen, um dann eine Verhandlungslösung anzustreben. Oberbefehlshaber der US- und NATO-Truppen in Afghanistan, General Stanley McChrystal, sieht darin den einzigen Ausweg aus dem Konflikt. General David Petraeus, der Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte im Mittleren und Nahen Osten, erklärte, die Offensive in Helmand sei nur der Beginn eines Feldzuges, der bis zu 18 Monate in Anspruch nehmen könnte.

Sollten die Taliban aus Helmand zurückgedrängt werden, bestünde die Möglichkeit, dass sie sich im Norden der Provinz Urusgan neu sammeln, besonders wenn die Niederländer wie erwartet dort bis Ende dieses Jahres ihre Truppen abberufen und kein anderer Alliierter sich dort engagiert.

Wenn die Gegend rund um Mardschah unter Kontrolle ist, wollen sich die NATO und die mit ihr verbündeten afghanischen Regierungstruppen nach Osten bewegen und sich damit einer weitaus größeren Herausforderung stellen: Kandahar. Kandahar stellt die zweitgrößte Stadt Afghanistans und die wirtschaftliche und kulturelle Hauptstadt des Südens dar. Bis zur US-geführten Invasion im Jahr 2001 galt die Stadt auch als das geistliche Zentrum der Taliban.

Nach ihrer Vertreibung leisteten die Taliban in Kandahar und Umgebung erbitterten Widerstand und konnten dort, wo nur 1.000 Kanadier stationiert sind, zuletzt wieder beträchtlich an Boden gewinnen. Mittlerweile beherrschen sie Dörfer im Norden und Westen Kandahars und haben ihren Machtbereich bereits wieder auf zahlreiche Viertel der Stadt ausgeweitet.

Um diesen Vormarsch zu beenden, will die NATO ihre Präsenz in dem Gebiet in den kommenden Monaten auf 6.000 Soldaten vergrößern. Tausende weitere werden vermutlich dazu kommen, wenn die nächste Offensive anfängt. Experten rechnen damit, dass das im Sommer sein wird.

Wenn die Gegend von Kandahar völlig unter der Kontrolle der ISAF-Truppen steht, hofft die NATO auf das Zustandekommen eines Bogens der Stabilität, der sich von Helmand im Südwesten bis nach Kabul im Nordosten zieht. Dies wiederum würde die afghanische Regierung stärken, ihren Einfluss auf Gebiete auszuweiten, in die sie bisher noch nicht vordringen konnte. Möglicherweise würde dann auch ein größerer Anteil der afghanischen Bevölkerung glauben, dass ihre Zukunft an der Seite der Regierung stattfindet und nicht an der der Aufständischen.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „net tribune“, net-tribune.de

Schlagwörter: Afghanistan, Helmand, Offensive, Rückzug, Defensive, Taliban, Hochburg, Mardschah, Stanley McChrystal, David Petraeus, Kandahar, Präsenz, ISAF, Soldaten, NATO, Aufständische