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Kenia: Erneute Gewalt verringert Friedenshoffnungen

Meldung vom 28.01.2008

Trotz der Friedensbemühungen des ehemaligen UN-Generalsekretärs Kofi Annan verwickelten sich die Anhänger der Regierung und Opposition am Wochenende in weitere Kämpfe. In der Stadt Naivasha im Rift Valley kamen bei gewaltsamen Ausschreitungen am vergangenen Sonntag mindestens 19 Menschen ums Leben.

Schüsse fielen, zahlreiche Autos und Häuser wurden in Brand gesteckt. Mehrere Geschäfte wurden geplündert. Weitere 27 Menschen wurden in Nakuru, das ebenso im Rift Valley liegt, getötet. Insgesamt sind bei den Unruhen seit der umstrittenen Präsidentenwahl vor einem Monat etwa 750 Menschen ums Leben gekommen.

Annan traf sich kam am Sonntag erneut mit Oppositionsführer Raila Odinga. Nach dem Gespräch forderte er die gegnerischen Kräfte dazu auf, Vertreter für weitere Verhandlungen zu ernennen. Bei einem Besuch der Krisenregion des Rift Valley sprach er von „schwerwiegenden und systematischen Verstößen gegen die Menschenrechte“ und forderte eine Untersuchung. „Wir dürfen uns nichts vormachen und denken, dass das Problem die Wahl ist. Es ist ein viel weitgehenderes und tieferes Problem“, so Annan. Bei einem ersten Treffen letzte Woche zwischen Odinga und Präsident Mwai Kibaki war unter Annans Vermittlung Hoffnung auf eine mögliche Einigung entstanden.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sicherte Annan nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin in einem Telefonat am Sonntag die volle Unterstützung Deutschlands und anderer EU-Länder zu. Er habe zudem die dringende Erwartung der Bundesregierung zum Ausdruck gebracht, dass Regierung und Opposition die Chance des Annan-Besuchs ergreifen und mit den Vermittlern zusammenarbeiten sollten.

Der stellvertretende UN-Generalsekretär für humanitäre Angelegenheiten, John Holmes, sagte beim Weltwirtschaftsforum in Davos, Kenia sei in Gefahr, in eine Spirale der Gewalt abzugleiten. Da Kenia ein Drehkreuz für Hilfslieferungen in die umliegenden Länder darstelle, befürchte Holmes, dass sich die Krise auf die gesamte Region ausweiten könne.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Reuters“, reuters.com