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Jeder achte Mensch haust im Slum

Meldung vom 22.03.2010

Weltweit wachsen die Slums. Dennoch konnte ein Fortschritt erzielt werden: Seit 2000 sind weltweit 227 Millionen frühere Slum-Bewohner in menschenwürdigen Behausungen untergekommen. Doch im selben Zeitraum breiteten sich an anderer Stelle neue und größere Armensiedlungen aus. Weitere 300 Millionen Menschen ließen sich dort nieder.

828 Millionen Menschen haben in den Slums der Entwicklungs- und Schwellenländer Obdach gesucht. Diese Zahl wurde gerade vom UN-Programm für menschliche Siedlungen (Habitat) veröffentlicht. Demnach haust jeder achte Mensch auf der Erde in einem Slum. Weil aber insgesamt der Trend zur Verstädterung weiterläuft, verringert sich der Anteil der Slumbewohner an der Gesamtbevölkerung der Mega-Städte Asiens, Afrikas und Lateinamerikas konstant.

In allen Entwicklungsländern zusammengenommen ging der Prozentsatz der Menschen, die sich illegal an den Rändern der Städte angesiedelt haben, seit 1990 von 46,1 auf 32,7 Prozent zurück. In Ostasien verringerte sich Anteil der Slumbewohner binnen 20 Jahren von 43,7 auf 28,2 Prozent, in Südasien von 57,2 auf 35 Prozent.

Sogar in Schwarzafrika, der ärmsten Region, sank der Prozentsatz der Slumbewohner in den Städten von 70 auf 61,7. Dennoch leben rund zwei Drittel der Bewohner afrikanischer Städte südlich der Sahara weiterhin ohne fließendes Wasser, sanitäre Einrichtungen, Strom und Müllabfuhr.

Ab dem Jahr 2009 leben auf der ganzen Welt mehr Menschen in den Städten als auf dem Lande. Die Experten von Habitat rechnen damit, dass die Zahl der Slumbewohner jährlich um sechs Millionen wächst und in zehn Jahren 889 Millionen erreicht.

Die bevölkerungsreichsten Staaten der Welt, China und Indien, arbeiten laut Habitat hart daran, Slums zu sanieren und in die offiziellen Städte zu integrieren. Innerhalb von 20 Jahren konnten 65,3 Millionen Chinesen und 59,7 Millionen Inder den Schritt aus dem Elend machen. In Westasien hingegen hat sich sie Lage verschlechtert. Ursache dafür sind die Kriege, die in den Ländern wie Afghanistan und Irak ausgebrochen sind. Allein im Irak ist die Zahl der in Slums zusammengepferchten Städter innerhalb von zehn Jahren von 2,9 auf 10,7 Millionen gesprungen.

Der Hauptgrund für das Wachstum der Slums besteht aber in der Landflucht. „Rund um die Welt ist die Armut im Allgemeinen in den Städten weniger schlimm als auf dem Land“, lautet es in dem Bericht. In Vietnam oder in Ruanda zum Beispiel hätten die Bauern fünfmal weniger Geld zur Verfügung als die Städter. Die Städte ließen oft noch Aussichten auf Jobs und den Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen.

Die UN wagen sogar die Prognose, dass der anhaltende Zustrom in die Städte die Armut der Gesamtbevölkerung einschränken wird. Politiker und Planer werden dazu motiviert, „Urbanisierung als eine positive Kraft für die wirtschaftliche Entwicklung sowie sozialen und politischen Fortschritt zu verstehen“. Die Entwicklung der Städte werde sich schon in den Slums entscheiden. Denn deren Bewohner sind „jünger denn je, ärmer denn je“, so der Bericht.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Frankfurter Rundschau“, FR-online.de

Schlagwörter: Globale Projekte, Slum, UN, Habitat, Slumbewohner, Elend, Landflucht, Verstädterung, Urbanisierung