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Nuklearterrorismus und Abrüstung: Ergebnisse des Atomgipfels

Meldung vom 14.04.2010

Zwei Tage leistete US-Präsident Barack Obama Überzeugungsarbeit und versuchte, die vielen Vertreter aller Nationen, die zu dem Atomgipfel in Washington gekommen waren, für seine Abrüstungsstrategie zu gewinnen. Dabei führte er viele Einzelgespräche, und am Ende überzeugte er sie alle davon, dass der Nuklearterrorismus zu den größten Risiken für die Weltsicherheit zähle und man nun aktiv werden müsse.

Die von ihm gewünschte Allianz gegen den Nuklearterrorismus wurde gegründet. Obama konnte den von ihm ins Leben gerufenen Atomgipfel in Washington als Erfolg bewerten. „Wir haben große Fortschritte erzielt, die Welt ein wenig sicherer zu machen“, betonte der US-Präsident. „Alle Teilnehmerländer haben sich zum Ziel bekannt, binnen vier Jahren sämtliches spaltbares Material zu sichern.“

Außerdem beschlossen die Staats- und Regierungschefs, dass Atomschmuggler mit schärferen Strafen rechnen müssen, die Lagerung von Nuklearmaterial nur noch unter höheren Sicherheitsvorkehrungen möglich sein soll und in Reaktoren weniger hoch angereichertes Uran verarbeitet wird. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) soll in Zukunft mehr Verantwortung bei der Überwachung der nuklearen Sicherheit tragen.

Doch bei solchen Gipfeltreffen ist es immer so, dass alle Zusagen auf freiwilliger Basis erfolgen. Obama zeigte sich aber optimistisch, dass alle Teilnehmer ihre Absichten auch realisieren würden. Für den US-Präsidenten war es schon ein Erfolg, dass Staaten wie die Ukraine sich bereit erklärt haben, ihr gesamtes hoch angereichertes Uran bis 2012 zu entsorgen.

Zu den wichtigsten Ergebnissen zählte die Zusage, dass die Russen wie die USA je 34 Tonnen Plutonium ab 2018 vernichten werden. „Dieses Material allein würde zur Herstellung von rund 17.000 Atombomben reichen“, meinte Obama. Russland räumte außerdem ein, seinen letzten Reaktor zur Plutonium-Herstellung stillzulegen. Bis zum nächsten Atomgipfel 2012 in Südkorea soll über weitere Maßnahmen verschiedener Länder entschieden werden.

Nicht zugegen bei dem Atomgipfel war der Iran. Obama befürwortete angesichts des Streits um das iranische Atomprogramm rasche und mutige Sanktionen. Er wolle darüber nicht monatelang Verhandlungen führen, unterstrich Obama. „Ein Wort muss auch etwas gelten.“

Doch im Mittelpunkt stand die Bedrohung durch Terrornetzwerke wie al Kaida. „Wir wissen“, sagte John Brennan, Obamas höchster Terrorismusberater, „dass al Kaida aktiv nach Material für eine nukleare Bombe sucht“. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel machte darauf aufmerksam, wie leicht die Bauanleitung für solch eine Bombe im Internet zu finden sei. Die deutsche Delegation sprach sich auf dem Gipfel deshalb dafür aus, auch alle anderen möglichen Nuklearquellen wie aus der Medizin und Energiegewinnung in die Schutzmaßnahmen mit einzubeziehen.

Tatsächlich ist schon mehrfach nukleares Material gestohlen und illegal verkauft worden. Deutsche Diplomaten gaben an, in den vergangenen Jahren seien drei Fälle bekannt geworden. 1994 sind drei Kilo hoch angereicherten Urans russischer Herkunft entwendet worden. Zwischen 2003 und 2006 schmuggelten Diebe einmal 100 Gramm und einmal 170 Gramm Uran aus Atomanlagen in Georgien. 2004 sei ein Tunesier festgenommen worden, der mit 48 Gramm unterwegs war.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Stern“, stern.de

Schlagwörter: Globale Projekte, Atomgipfel, Abrüstung, Nuklearterrorismus, Obama, Merkel, Atomschmuggler, Stilllegung, Atomreaktor, Uran, Plutonium, Entsorgung