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Afghanistan: Wütende Afghanen greifen NATO-Stützpunkt an

Meldung vom 26.08.2010

Bei einer Schießübung auf einem NATO-Stützpunkt in Afghanistan hat ein afghanischer Polizist auf seine Ausbilder geschossen. Vier Menschen kamen bei der Schießerei ums Leben. Die Taliban verkündeten öffentlich, der betreffende afghanische Polizist sei ein Mitglied der Extremistengruppe. Nachdem der afghanische Polizist in dem Schusswechsel getötet wurde, versuchten mehrere Hundert aufgebrachte Afghanen den NATO-Stützpunkt anzugreifen.

Der betreffende NATO-Stützpunkt steht unter spanischem Kommando. Der Amokläufer griff seine Ausbilder an, die beide Spanier waren. Der spanische Innenminister Alfredo Perez Rubalcaba bestätigte in Madrid den Tod von vier Menschen. Bei dem Gefecht seien zwei spanische Polizisten und ein spanischer Übersetzer erschossen worden. Daraufhin sei der Täter durch einen Schuss getötet worden. 

Kurz nach diesem Vorfall kam es zu einem Aufruhr von etwa 1.000 wütenden Afghanen, die gegen den Tod des einheimischen Polizisten protestieren wollten. Die Demonstranten hätten versucht, den Stützpunkt zu stürmen, berichtete der Gouverneur der Provinz Badghis, Dilbar Jan Arman.

Im afghanischen Fernsehen wurden Bilder ausgestrahlt, wie die wütende Menge Steine auf das Tor des Stützpunktes warf. Bei dem Gerangel vor dem Stützpunkt kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Ein Arzt des örtlichen Krankenhauses meldete mindestens 18 verletzte Demonstranten, zum Teil mit Schusswunden. Nach Angaben von Einwohnern sollen die Demonstranten in einem Teil des Truppengebäudes Feuer gelegt haben.

In Afghanistan kam es in den vergangenen Monaten häufiger dazu, dass einheimische Polizisten oder Soldaten ihre westlichen Ausbilder angriffen. Zuletzt wurden Mitte Juli drei britische Soldaten in der südlichen Unruheprovinz Helmand von einem afghanischen Armeeangehörigen an einem Straßenkontrollpunkt getötet. Es ist eine Taktik der Taliban, die einheimischen Sicherheitskräfte zu infiltrieren, um so die ausländischen Truppen im Land von innen heraus zu überwältigen.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Focus Online“, focus.de

Schlagwörter: Afghanistan, NATO, NATO-Stützpunkt, Spanier, Ausbilder, Polizist, Proteste, Aufruhr, Schusswechsel, Gefecht, Demonstranten, Taliban, Alfredo Perez Rubalcaba, Madrid, Innenminister