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Ruanda: UN-Bericht wirft Kagames Regierung blutige Racheaktion vor

Meldung vom 30.08.2010

Einem neuen UN-Bericht zufolge hat die Regierung Ruandas als Racheaktion auf den Genozid in den 90er Jahren ebenfalls an einen Völkermord heranreichende Gewalttaten begangen. Ruanda hat wegen des UN-Berichts zu möglichen Völkermord-Verbrechen seiner Truppen damit gedroht, aus der Friedensmission der UN auszusteigen.

In einem Entwurf des Berichts wird darauf hingewiesen, dass ruandische Soldaten und kongolesische Rebellen in den 90er Jahren im Kongo Zehntausende Hutus umgebracht hätten. Kagames Regierung reagierte auf den Bericht mit Drohungen: Sollten die UN den Report veröffentlichen, sehe sich Ruanda gezwungen, seine Verpflichtungen der UN gegenüber vorzeitig zu beenden, und werde sich nicht mehr an den Friedenseinsätzen beteiligen, lautete es in einem Schreiben des Außenministeriums an UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. Der Bericht sei fehlerhaft und „unglaublich unverantwortlich“.

Der Bericht dürfte für den ruandischen Präsidenten Paul Kagame zu einem ungünstigen Zeitpunkt kommen. Seiner Regierung wurde der Verdienst hoch angerechnet, den Völkermord in Ruanda 1994 beendet zu haben. Dem Entwurf zufolge wurden die Verbrechen angeblich zwei Jahre, nachdem die Streitkräfte den Genozid gestoppt hatten, verübt. Der blutigen Rachaktion fielen mehr als eine halbe Million Tutsi und gemäßigte Hutu zum Opfer.

Nach dem Völkermord rettete sich rund eine Million Hutu in den benachbarten Kongo, darunter auch Täter. Ruandische Truppen drangen dem UN-Bericht zufolge in den Kongo ein, Tausende Menschen wurden in UN-Flüchtlingslagern massakriert. Nach Angaben der ruandischen Regierung wurde die Aktion damit gerechtfertigt, dass die Soldaten nach Tätern gesucht hätten. Dem Bericht zufolge befanden sich unter den meisten Hutu-Opfern im Kongo aber Frauen und Kinder sowie Kranke und alte Menschen.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Der Standard“, derStandard.at

Schlagwörter: Ruanda, Racheaktion, Völkermord, Genozid, UN-Bericht, Kagame, Verbrechen, Kongo, Tutsi, Friedensmission, Darfur, Flüchtlingslager, UN