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Mexiko: Calderons einsamer Kampf – Mächtiger Drogenboss verhaftet

 
Meldung vom 01.09.2010

„Die Barbie“ kann keine Gräueltaten mehr begehen: Einer der meistgesuchten Drogenbosse Mexikos konnte dingfest gemacht werden. Edgar Valdez Villareal alias „La Barbie“, der Anführer einer der mächtigsten Drogenclans, ist in der Nähe der Hauptstadt festgenommen worden.

Wie ein Regierungssprecher in Mexiko-Stadt mitteilte, lief der Drogenboss den Fahndern nach monatelanger Beschattung in die Falle. Seinen Spitznamen erhielt Villareal wegen seines Aussehens: Blond war er einmal und blauäugig. Das ist im Milieu der lateinamerikanischen Drogenkartelle eher selten anzutreffen.

Der 37-Jährige stieg in den 90er Jahren in seine kriminelle Laufbahn ein und wirkte in den Reihen des Sinaloa-Kartells unter Joaquin „El Chapo“ Guzman, von dem er sich 2009 zusammen mit den Brüdern Beltran Leyva verselbständigte, was zu blutigen Racheaktionen, Rivalitäten und Kämpfen um die Vorherrschaft über wichtige Schmuggelrouten führte.

„La Barbie“ ist bekannt für sein brutales und gewissenloses Vorgehen. So legte er die Köpfe seiner enthaupteten Gegner mit einschüchternden Botschaften versehen vor Polizeistationen und auf anderen öffentlichen Plätzen ab. Zwei Millionen Dollar Kopfgeld war seine Verhaftung der mexikanischen Regierung wert. Den Drogenfahndern zufolge schmuggelte der in Texas geborene Verbrecher, der auch die US-Staatsbürgerschaft hat, dank seiner Ortskenntnis und guten Beziehungen beiderseits der Grenze ganze Lastwagen mit Drogen von Mexiko in die USA. Er wird außerdem der Geldwäsche, des Autodiebstahls und der Erpressung bezichtigt.

Regierungssprecher Alejandro Poire bezeichnete die Festnahme als einen „schweren Schlag gegen das organisierte Verbrechen“ und einen weiteren Erfolg im Anti-Drogen-Krieg des konservativen Staatschefs Felipe Calderon. Einzelheiten der Gefangennahme hielt die Regierung zunächst noch zurück. Es stand beispielsweise nicht eindeutig fest, ob der Drogenboss an die USA ausgeliefert werden wird.

In den vergangenen Monaten hatten die Fahnder „La Barbies“ Gruppe immer enger umzingelt: im Dezember wurde Kartellchef Arturo Beltran Leyva in einem Gefecht mit Sicherheitskräften erschossen. Villareal ging daraufhin nach blutigen internen Auseinandersetzungen an die Führung des Drogenrings, wurde aber schon bald damit konfrontiert, dass einige seiner engsten Mitarbeiter festgenommen wurden.

„Dies ist ein Punkt für die Regierung, aber auch für das konkurrierende Sinaloa-Kartell“, stellte der Autor und Polizeiexperte Jose Reveles fest. Der Anführer des Sinaloa-Kartells, Joaquin „El Chapo“ Guzman, wird als der mächtigste Drogenboss Mexikos angesehen. Laut der Zeitschrift Forbes verfügt er über eine Milliarde Dollar und zählt zu den reichsten Männern der Welt.

Die Festnahme von „La Barbie“ bedeutet für Calderon einen wichtigen Pluspunkt, denn seine Anti-Drogen-Politik ist nach einem Massaker an 72 Immigranten vergangene Woche national und international in Zweifel gezogen worden. Seit Beginn des Drogenkriegs im Jahr 2006 mussten 28.000 Menschen ihr Leben verlieren. Laut Regierung waren 90 Prozent der Ermordeten in den Drogenhandel involviert.

Experten sagen voraus, dass die Festnahme von „La Barbie“ wieder Gegengewalt provozieren wird. Vermutlich werden die anderen Kartelle wie das von Guzman, die Zetas oder die Familie sich jetzt um die verwaisten Hochburgen streiten“, befürchtet Pedro de La Cruz von der staatlichen Universität Unam.


Video-Beiträge zu diesem Thema

 Mexikos Polizei fasst Drogenboss




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Der Tagesspiegel“, tagesspiegel.de

Schlagwörter: Mexiko, Drogenboss, Festnahme, La Barbie, Edgar Valdez Villareal, Drogenkartell, Schmuggel, Drogen, Abrechnung, Drogenkampf, Calderon, Geldwäsche, Enthauptung, Kopfgeld, Fahnder