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Afghanistan: Sturm auf die Kabul Bank – Kunden heben ihr Geld ab

Meldung vom 06.09.2010

Hunderte Afghanen stehen in endlosen Schlangen vor den Filialen der Kabul Bank, um ihr ganzes Geld abzuheben. Sie machen sich Sorgen um ihr Erspartes, weil der Leitung der Bank Korruption vorgeworfen wird.

Die Bestürmung der größten Bank des Landes hatte begonnen, nachdem US-Medien berichtet hatten, dass die beiden Topmanager der Bank wegen Korruption und Regelverstößen bei Kreditvergaben entlassen werden sollen. Präsident Hamid Karzai versuchte vergeblich die Wogen zu glätten. Seiner Beschwichtigung, die Kabul Bank und die Einlagen seien sicher, schenkten die Afghanen keinen Glauben. Die Zentralbank könne auf 4,8 Milliarden Dollar zurückgreifen, um eine Finanzkrise zu verhindern, so Karzai.

Der bisherige Bankpräsident Scher Khan Farnud wurde aufgefordert, 160 Millionen Dollar zurückzuerstatten, die er veruntreut haben soll, um Immobilien in Dubai zu erwerben. Karzais Bruder Mahmud habe in einem dieser Häuser in den Emiraten gewohnt, ohne Miete zu zahlen, schrieb die Washington Post.

Über die 2004 gegründete Kabul Bank werden die Gehälter der Soldaten, Lehrer und Beamten überwiesen. Seit letzter Woche sollen die Anleger mehrere Hundert Millionen Dollar abgehoben haben. „Ehrlich gesagt: Ich glaube nicht, was unsere Führer sagen“, meinte der Arzt Gholam Omar. „Die Bank wird in zwei Tagen zusammenbrechen, wenn der Run weitergeht. Ich habe 13.000 Dollar angelegt, und ich will alles abheben.“

Ungewöhnlich lange Schlangen vor anderen Banken stachelten die Furcht vor einer Ausweitung der Krise an. „Ich habe gerade meine ganzen 1.800 Dollar abgehoben“, erklärte Mohammed Usman am Ausgang des privaten Geldhauses Asis. „Wenn die Krise heute die Kabul Bank trifft, kann sie morgen Asis erreichen. Ich will lieber auf der sicheren Seite sein.“




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Focus Online“, focus.de

Schlagwörter: Afghanistan, Bank, Kabul Bank, Gehalt, Abhebung, Run, Korruption, Topmanager, Immobilien, Dubai, Zentralbank, Bankrott, Karzai, Karsai, Finanzkrise