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UN-Gipfel: Griff in die Sterne? Milleniumsziele auf dem Prüfstand

 
Meldung vom 22.09.2010

In New York findet derzeit ein dreitägiger UN-Gipfel statt, bei dem die Umsetzung der Milleniumsziele zur Debatte steht. Unter den Milleniumszielen versteht man acht Entwicklungsziele, auf die sich die UN 2000 geeinigt hat und die bis 2015 durchgesetzt werden sollen. Zu diesen Zielen zählen die globale Armutsbekämpfung, die Senkung der Mütter- und Kindersterblichkeit, die Versorgung mit Trinkwasser und sanitären Anlagen, die Hungerbekämpfung und andere.

Der Saal im UN-Gebäude in New York ist alles andere als modern. Grüne Teppiche und blaue Plastik-Bestuhlung sind schon mehrere Jahrzehnte alt, es mangelt an moderner technischer Ausstattung, das alles sorgt für eine triste Atmosphäre. Manchmal gelingt es jedoch dem Präsidenten von Swasiland, ein bisschen Farbe in die Versammlung zu zaubern. Er tritt gerne mal im Leopardenfell auf und lässt seinen Rolls Royce einfliegen, damit er in New York auch standesgemäß um mehr Entwicklungshilfe für sein Land werben kann.

An diesem Dienstagmorgen aber hält Angela Merkel, deren Jackett farblich abgestimmt wirkt auf die blauen Sitzpolster im nur zu einem Drittel besetzten Saal, eine Rede vor den Teilnehmern am „Gipfeltreffen der Generalversammlung der Vereinten Nationen zu den Millennium-Entwicklungszielen“, wie der Titel der Veranstaltung vollständig heißt.

Im Fokus steht dabei die Zwischenbilanz auf dem Weg, die Entwicklungsländer bis 2015 aus ihrer Misere zu befreien, die Armut zu senken, Frieden und Stabilität zu schaffen, sauberes Trinkwasser und medizinische Versorgung zu gewährleisten, Seuchen einzudämmen, Hunger zu verringern und zu verhindern, dass weiterhin so viele Säuglinge, Kinder und Mütter sterben. Das sind keine bescheidenen Ziele und wirklich schwer zu erreichen, manche sind zum jetzigen Stand der Dinge unerreichbar.

Kritiker bemängeln, dass die reichen Länder zu wenig Geld in die armen Länder investieren. Deutschland zum Beispiel hat sein Verspechen nicht eingehalten, 0,7 Prozent des Bruttosozialprodukts in die Entwicklungshilfe zu stecken. Die anderen sagen, daran tragen auch die Entwicklungsländern Mitverantwortung, dass sie sich zu sehr auf die Hilfe von außen verlassen – und dass viel zu viel Geld im Sande versickert und zu viele Helfer zu unkoordiniert aneinander vorbei arbeiten. Die Wahrheit dürfte in diesem Fall wirklich einmal ziemlich genau in der Mitte liegen.

Die Kanzlerin führt ihre Stellungnahme zehn Minuten vor der UN-Versammlung aus. Sie machte dabei sehr viele vernünftige Aussagen. Dass man die Millenniumsziele nicht einfach verwerfen dürfe, nur weil man sie bis 2015 nicht alle erreiche. Dass man die „Wirksamkeit der Instrumente der Entwicklungspolitik weiter verbessern“ müsse. Dass man dazu „mehr Ergebnisorientierung“ benötige. Und, vor allem, dass „der Entwicklungsprozess in erster Linie in der Verantwortung der Regierungen der Entwicklungsländer“ liege: „Sie haben es in der Hand, ob Hilfe effizient erfolgen kann.“ „Eigenanstrengung“ ist ein anderes Schlagwort der Kanzlerin.

Früher gab es dafür den Ausdruck „Hilfe zur Selbsthilfe“. Aber richtig bleibt das Konzept trotzdem. Und mehr Ergebnisorientierung ist eine wichtige Vorgabe. Normalerweise lässt Angela Merkel ihren Außenminister im UN-Rahmen auftreten. Weil aber dieses Jahr die Ergebnisorientierung durchaus gekoppelt ist an ein paar weniger uneigennützige Ziele, ist die Kanzlerin selbst gereist. Merkel warb auf dem Gipfel offiziell um einen der nicht-ständigen Sitze im UN-Sicherheitsrat für Deutschland. Zum Abschluss des UN-Sondergipfels zur Armutsbekämpfung in New York haben die UN einen Betrag in Milliardenhöhe für die weltweite Verbesserung der Gesundheit von Frauen und Kindern bereitgestellt.






Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Stern“, stern.de

Schlagwörter: Globale Projekte, UN-Gipfel, Milleniumsgipfel, New York, Milleniumsziele, Entwicklungsziele, UN, Angela Merkel, Armutsbekämpfung, Müttersterblichkeit, Kindersterblichkeit, Hunger, sanitäre Anlagen, Trinkwasser, Entwicklungshilfe, Zwischenbilanz, Eigenanstrengung, UN-Sicherheitsrat