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Somalia: Ministerpräsident Sharmarke tritt zurück

Meldung vom 22.09.2010

In Somalia herrscht jeden Tag Krieg, die Regierung ist innerlich zerstritten und kann den islamischen Milizen kaum mehr etwas entgegensetzen. Nun ist der Ministerpräsident zurückgetreten. Ob dieser Schritt die Lage im Lande noch irgendwie verbessern kann, ist fraglich. Die Regierung befindet sich auf schrumpfendem Territorium und ist nur noch eine Regierung über wenige Bezirke der Hauptstadt Mogadischu.

Er trete „im Interesse des Volkes“ zurück, erklärte Somalias Premierminister Omar Abdirashid Ali Sharmarke. Er habe sich zu diesem Schritt entschlossen, da die Krise innerhalb der Regierung immer verworrener wurde und die Gewalt und Unsicherheit in Somalia sich zuspitze.

In den vergangenen Monaten war es wiederholt zu Auseinandersetzungen zwischen Sharmake und Präsident Sheik Sharif Ahmed, einem gemäßigten Islamisten, gekommen. Der Ministerpräsident hatte sich im Mai geweigert, durch den Präsidenten abgesetzt zu werden. Der Staatschef hatte Sharmarke damals Versagen im Kampf gegen die Al-Kaida nahe Al-Shabaab-Miliz vorgeworfen, die inzwischen den Großteil Somalias beherrscht.

Zudem konnten sich die beiden nicht über die Verabschiedung einer neuen Verfassung einigen, bevor das Mandat der Übergangsregierung im kommenden Jahr ausläuft. Die UN und die Afrikanische Union (AU) hatten vor kurzem auf die seit Monaten andauernden Streitigkeiten innerhalb der somalischen Übergangsregierung aufmerksam gemacht und den Notstand mit Besorgnis wahrgenommen.

Auf das Leben der Somalier wird Sharmarkes Entscheidung kaum mehr einen Einfluss haben. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR hatte Anfang September vor der alarmierenden Lage der Menschen gewarnt: Demnach wurden innerhalb von zwei Wochen Hunderte in Mogadischu umgebracht oder verletzt und 23.000 weitere mussten fliehen.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Spiegel Online“, spiegel.de

Schlagwörter: Somalia, Ministerpräsident, Sharmarke, Rücktritt, Mogadischu, Sheik Sharif Ahmed, Krise, Al-Shabaab-Miliz, Notstand, Verfassung, UNHCR, UN-Flüchtlingshilfswerk