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Afghanistan: Anschläge der Taliban zunehmend strategischer

Meldung vom 11.03.2008

In einem jüngsten Bericht haben die Vereinten Nationen eine düstere Statistik für Afghanistan vorgelegt. Mehr als 8.000 Menschen sind durch Anschläge und bei Zusammenstößen mit Aufständischen im vergangenen Jahr ums Leben gekommen. Davon waren 1.500 Zivilisten. Mit 160 Selbstmordanschlägen im Vergleich zu 123 solcher Anschläge im Vorjahr zeichnet sich deutlich eine Zunahme der Gewalt ab.

Aus dem Bericht lässt sich neben der politischen Besorgnis vor allem herauslesen, dass die Zunahme der Auseinandersetzungen und die hohen Opferzahlen Folge der Strategie von Taliban und anderen aufständischen Gruppierungen sind. Die Anschläge richteten sich, entgegen dem Bild, das hier zu Lande meist vorherrscht, nicht in erster Linie gegen fremde Truppen im Land, sondern gegen einheimische Soldaten, Polizisten und Zivilisten.

Die Vereinten Nationen machen auch auf eine klare regionale Teilung aufmerksam: Während im Norden und Westen die Unruhen überwiegend mit Clanstrukturen und Kriminalität zusammenhängen, gebe es im Süden und Osten einen „zunehmend koordinierten Aufstand“. Dieser konzentriere sich vor allem im Süden: 70 Prozent aller sicherheitsrelevanten Zwischenfälle ereigneten sich in zehn Prozent der afghanischen Distrikte.

Hilfsorganisationen könnten 36 von den 376 Distrikten gar nicht erst betreten. Das dürften ungefähr die zehn Prozent sein, in denen sich die meisten Zwischenfälle ereignen. Denn die Hilfsorganisationen befinden sich auch im Visier von Taliban und anderen Aufständischen. 40 Lebensmittelkonvois wurden im vergangenen Jahr überfallen und geplündert. Auf Hilfsprojekte wurden 130 Angriffe verübt – 40 Helfer wurden umgebracht, 89 entführt und sieben von ihnen später getötet.

Der Gewalt steht nur eine afghanische Armee entgegen, die derzeit nach UN-Angaben gut 49.000 Mann im Einsatz hat und damit noch weit von der geplanten Stärke von 80.000 entfernt ist. Mit der Polizei sieht es noch schlechter aus. Die ISAF mit rund 41.7000 Soldaten sei zwar effektiv. Aber deren Hilfe zusammen mit den Provincial Reconstruction Teams sei in den instabilen Regionen „durch unzureichende Truppenstärke eingeschränkt“.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Focus Online“, focus.de