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Afghanistan: Russland sagt der NATO Unterstützung zu

 
Meldung vom 04.11.2010

Russland bietet der NATO verstärkte Kooperation in Afghanistan an. Zu dieser Zusage entschied sich Moskau knapp zwei Wochen vor dem NATO-Gipfel in Lissabon. „Wir werden unsere Zusammenarbeit in Afghanistan ausbauen, das ist in unserem gemeinsamen, vitalen Interesse“, teilte der russische Außenminister Sergej Lawrow nach Gesprächen mit NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen in Moskau mit. Für einen gemeinsamen Raketenschutzschirm in Europa erzielten die Gespräche große Fortschritte. Die Rede war von einem „Sicherheitdach" über Europa gegen mögliche Raketen aus dem Iran. Die Verhandlungen könnten ein Meilenstein in den europäisch-russischen Beziehungen darstellen und den Kalten Krieg endgültig als ein Kapitel der Vergangenheit besiegeln.

Konkrete Angaben machte Lawrow aber nicht. Zudem bekundete der russische Außenminister die Absicht seines Landes, ein gemeinsames Raketenabwehrsystem in Europa in Erwägung zu ziehen. Präsident Dmitrij Medwedjew betonte nach einem Treffen mit Rasmussen, dass die Beziehungen zur NATO ergiebiger und stabiler würden. Zuvor hatte Rasmussen erklärt, „die NATO sieht Russland nicht als Feind, sondern als Partner“. Konkret bat er erneut um russische Helikopter für Afghanistan, am besten teilfinanziert durch eine Stiftung des NATO-Russlands-Rates.

Russische Spezialisten hatten in Afghanistan vor wenigen Tagen mit US-Truppen Drogen-Labore und Heroin vernichtet. Diese Aktion verärgerte den afghanischen Präsidenten Hamid Karzai. Russland gilt als der größte Absatzmarkt für afghanisches Opium. Daher bildet das Land auch afghanische Spezialtisten im Anti-Drogen-Kampf an seinen Hochschulen aus.

Vor allem aber bemühte sich Rasmussen, Moskau die Vorteile der modifizierten Raketenabwehr gegen Iran zu verdeutlichen. Diese Raketenabwehr trifft zwar auch innerhalb der Allianz auf geteilte Meinungen, weil etwa die Türkei um ihre Beziehungen zu Teheran bangt. Für Russland aber ist dieser Plan annehmbarer als die früheren Absichten der USA. Während der Amtszeit von US-Präsident George W. Bush sollten Abwehrraketen in Polen und Tschechien stationiert werden. Diese Taktik hätte Russland stark provoziert. Unter Barack Obama hat sich das Verhältnis zur NATO deutlich verbessert. Auch Medwedjew schlägt neuerdings versöhnliche Töne gegenüber der NATO an. Die Tür der NATO stünde offen, sagte Rasmussen.






Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Süddeutsche Zeitung“, sueddeutsche.de

Schlagwörter: Afghanistan, Russland, Raketenabwehr, Iran, Drogen, Opium, NATO, Rasmussen, Anders Fogh Rasmussen, Medwedew, Medwedjew, Medvedev, Raketenabwehrsystem, Helikopter, Moskau, Sergej Lavrov, Sergej Lawrow, Europa, Türkei