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Afghanistan: Russische Spezialeinheiten unterstützen Drogenrazzia

Meldung vom 05.11.2010

Bei einer gemeinsamen Aktion russischer und amerikanischer Sondereinheiten wurden in Afghanistan Drogenlabore und eine gewaltige Menge an Heroin vernichtet. Es war eine großangelegte Razzia. Doch der afghanische Präsident Hamid Karzai äußerte seinen Unmut darüber, dass vor dem Einsatz nicht um seine Einwilligung gebeten wurde.

Man habe ihn vor der Drogenrazzia amerikanischer und russischer Sicherheitskräfte im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet nicht Bescheid gegeben und er verlange eine Erklärung, ließ Karzai über seinen Pressestab ausrichten. Zwar sei sein Land durchaus daran interessiert, engere Beziehungen zu Russland zu knüpfen, allerdings habe kein Land das Recht dazu, ohne Genehmigung militärische Operationen auf afghanischem Boden durchzuführen, so Karzai. Die Razzia überschreite die nationale Souveränität seines Landes, kritisierte der Präsident. Besonders im Rückblick auf die sowjetische Besetzung des Landes in den 80er Jahren könnte die Operation für Afghanen schlechte Erinnerungen wecken.

In einer beispiellosen gemeinsamen Operation hatten amerikanische und russische Sicherheitskräfte zuvor Heroin im Wert von umgerechnet 40 Millionen Euro vernichtet. Für die Razzia wurden neun Hubschrauber und 70 Männer eingesetzt, wie der Chef der russischen Antidrogen-Behörde Viktor Iwanow angab. Seine Mitarbeiter hätten den USA den Standort der geheimen Drogenlabore angegeben. Bei der Aktion in der Provinz Nangarhar seien am Donnerstag auch afghanische Strafverfolgungsbehörden zugegen gewesen, erklärte eine Sprecherin der amerikanischen Botschaft.

Bei der Razzia kamen laut Iwanow auch vier russische Agenten zum Einsatz. Er kündigte an, dass sein Land in Erwägung zieht, die Zahl seiner Anti-Drogen-Agenten in Afghanistan künftig aufzustocken. Russland ist der größte Absatzmarkt für afghanisches Heroin. Bei der Aktion wurden vier Drogenlabore entdeckt, die sich oberhalb eines engen Tals in der östlichen Provinz Nangarhar befanden. Insgesamt 932 Kilogramm Heroin stellten die Fahnder sicher. Vor wenigen Tagen hatte Iwanow noch bemängelt, dass die USA den Drogenschmuggel in Afghanistan nicht entschieden genug bekämpfen.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Focus Online“, focus.de

Schlagwörter: Afghanistan, Drogen, Drogenrazzia, Sondereinheiten, Agenten, Drogenlabor, Heroin, Hamid Karzai, Karsai, Russland, Absatzmarkt, Grenzgebiet, Pakistan, Nangarhar, Drogenschmuggel, Operation