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Obama in Indien: Unterkühlter Empfang erwartet

Meldung vom 05.11.2010

Obama tritt seine erste Reise nach Indien an. Allzu große Erwartungen wird der amerikanische Präsident mit seinem Indien-Aufenthalt nicht verbinden. Dort schlägt ihm eine kühle Stimmung entgegen. Seit George W. Bush nicht mehr Präsident ist, neigt sich die amerikanisch-indische Romanze dem Ende zu. Indonesien dagegen, eine Etappe auf Obamas Asien-Reise, freut sich auf die „Rückkehr des Sohnes“.

Obama wird bei seinem Besuch mit Gegenwind rechnen müssen. Indien zeigt derzeit wenig Verständnis für Forderungen, die die USA an das aufstrebende Land richtet. Die Demokraten im Kongress gelten in Delhi als Bremsklötze der rasanten Entwicklung Indiens. Die von ihnen geforderten Gegenleistungen, darunter der Beitritt zum Teststoppabkommen, behindern bis heute die vollständige Entfaltung des Nuklear-Abkommens. Unwillen rufen auch die rhetorischen Angriffe auf Indien als „Outsourcing-Standort“ hervor. Unter „Outsourcing“ versteht man die Auslagerung von Arbeitsplätzen eines Landes in kostengünstigere Länder. Auch Obamas Mahnung, Höchstgrenzen für den Ausstoß von Treibhausgasen festzusetzen, bewirkt bei indischen Politikern nur ein Kopfschütteln.

Ein zentraler Konflikt bleibt der Kurs in Afghanistan. Obamas Ankündigung eines Datums für den beginnenden Rückzug wird in Indien als „fataler Fehler“ eingestuft. Das mit aller Macht angestrebte Ziel der Vereinigten Staaten und der NATO, Afghanistan möglichst ohne Blamage den Rücken zu kehren — selbst um den Preis einer Machtbeteiligung der Taliban — weckt Besorgnis. Am Ende, so die Befürchtung, könnte Indien allein damit konfrontiert sein, sich mit instabilen, zerfallenden Nachbarstaaten und ihren radikal-islamischen Gruppierungen auseinanderzusetzen.

Obama versucht, das indische Stimmungstief durch Entgegenkommen zu überbrücken. Drei Tage wird er sich in Indien aufhalten, länger als in jedem anderen Land auf dieser Reise. Und aus Rücksicht auf den Gastgeber wurde von Besuchen im verhassten Pakistan oder im gefürchteten China abgesehen. Im Vordergrund des Besuches stehen bei alledem wirtschaftliche Themen. Große politische Manöver sind unwahrscheinlich. Die strategischen Interessen Delhis und Washingtons liegen derzeit zu weit auseinander. Die Asien-Reise führt den amerikanischen Präsidenten weiter nach Indonesien, Japan und Südkorea.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, faz.net

Schlagwörter: Indien, Obama, Asien-Reise, Treibhausgase, Nuklear-Abkommen, Empfang, Afghanistan, Pakistan, Abzugs-Debatte, Rückzug