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Uganda: Alternativer Strom – Neues Wasserkraftwerk am Nil

Meldung vom 06.01.2011

Uganda setzt auf neue alternative Stromerzeugung. Der Nil soll bald Strom für mehr als fünf Millionen Haushalte erzeugen. Dafür baut die Regierung dort ein riesiges Wasserkraftwerk. Befürworter sehen darin endlich die Chance für eine stabile Stromversorgung – Skeptiker machen auf die hohen Kosten aufmerksam.

Es war einst ein geheimnisvoller Ort: Jinja in Uganda, wo der Nil aus dem Viktoriasee fließt. Schon auf dieser Höhe ist der Nil ein breiter Fluss mit kräftigen Stromschnellen. Wildwassersportler lieben diese Region. Doch jetzt hat sich mitten in der Natur eine riesige Baustelle ausgebreitet. Hier werden eine 30 Meter hohe Staumauer, Dämme und ein Wasserkraftwerk hochgezogen. „Die Kapazität liegt insgesamt bei 250 Megawatt“, teilt Bauleiter Kenneth Kaheru mit. Jede der fünf Turbinen erzeuge 50 Megawatt.

Die Kraft des Nils soll Strom für mehr als fünf Millionen Haushalte verfügbar machen. Das so genannte Bujagali-Projekt stellt das größte dieser Art bisher in Uganda dar. Kleinere Kraftwerke am Fluss erbringen längst nicht eine so hohe Leistung. Der Bau vollzieht sich Schritt für Schritt: „An der ersten Einheit sind die Arbeiten schon fast abgeschlossen. Ende des Jahres müssten drei Einheiten abgenommen und genehmigt sein, die dann Elektrizität produzieren“, erklärt Kaheru.

2012 soll das Kraftwerk volle Leistung erbringen. Befürworter des Projekts sind der Ansicht, dann könnten endlich die Probleme mit der Elektrizitätsversorgung in Uganda gelöst sein. Bisher kommt es hier fast täglich zu Stromausfällen – ein großes Hindernis für wirtschaftliches Wachstum und Entwicklung.

Gegner dagegen beanstanden, dass ein Kraftwerk kaum nützlich ist, solange ein Großteil der Bevölkerung gar nicht ans Stromnetz angeschlossen ist. Außerdem machen sie darauf aufmerksam, dass durch das Projekt zu viele Kosten entstünden – es verschlinge fast 900 Millionen Dollar. Zu den Investoren zählen unter anderem die Weltbank und die deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau. „Auch wenn der Bau zunächst sehr viel kostet und es lang bis zur Fertigstellung dauert, wird sich das Kraftwerk auszahlen“, versichert Nora Nakato, die für die Finanzen verantwortlich ist. „Wir werden sehr günstig Energie produzieren können. Ich glaube, das ist für die Investoren ein Hauptgrund, uns das Geld zu geben.“

Andere Nil-Anrainer-Länder stehen dem Projekt allerdings skeptisch gegenüber und warnen schon im Voraus, Konsequenzen zu ziehen, wenn ihnen daraus Nachteile entstünden. Ägypten befürchtet, dass der Wasserspiegel des Viktoriasees sinkt und damit auch der des Nils. Ein Vorwurf, dem Bauleiter Kaheru widerspricht. Der Stausee müsse nur zu Beginn einmal volllaufen – dann werde kein Wasser mehr zusätzlich benötigt. „Es geht nichts verloren. Das Wasser, das reinkommt, nutzen wir, um Elektrizität zu gewinnen. Danach fließt es zu 100 Prozent wieder raus.“

Doch die Lage mit den Nachbarländern bleibt derzeit angespannt. Das Wasser des Nils ist für jedes Land kostbar und alle Veränderungen des Flusslaufes haben weitreichende politische Folgen.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „ARD“, ard.de

Schlagwörter: Uganda, Strom, Nil, Wasserkraftwerk, Stromausfall, Stromversorgung, Haushalt, Turbine, Staumauer, Damm, Bujagali-Projekt, Elektrizität, Anrainer-Staaten, Ägypten, Jinja, Kraftwerk, Weltbank, Deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau, Stromnetz