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Rumänien: Wirtschaft im Aufschwung

Meldung vom 15.04.2008

Westliche Unternehmen verlagern ihre Produktion in steigendem Maße nach Rumänien. Rund um Bukarest schießen Lager- und Produktionshallen wie Pilze aus dem Boden. Gerade erst hat ein österreichisches Unternehmen im Bereich Umwelttechnik eine neue Produktionsstätte bei Bukarest eröffnet. Einziges Hindernis im Land sei, laut Vorstandschef Bernd Wolschner, die überbordende Bürokratie.

Ein regelrechter Bauboom habe um Bukarest begonnen. „Vor einigen Jahren war hier an der Peripherie noch keine einzige Baustelle zu sehen, da haben wir gedacht, wir sind zu früh dran“, meinte Wolschner bei einer Begutachtung vor Ort in der Walachei. Das explosionsartige Wachstum kam mit dem Beitritt zur Europäischen Union. Inzwischen sind Grundstücke in und um die Hauptstadt mit einer vernünftigen Verkehrsanbindung Mangelware. Dementsprechend explodiert sind auch die Preise. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis in Bukarest lag 2007 bei 650 Euro. Damit sind die Preise im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent gestiegen.

Ein Grund für diesen Anstieg sei die Landreform, die nach dem Sturz des Ceausescu-Regimes durchgesetzt wurde. Die riesigen Flächen der verstaatlichten Agrarbetriebe wurden auf die Bevölkerung aufgeteilt. Die Grundstücke wurden quasi in Streifen geschnitten. „Um 20 Hektar Grund zu kaufen, muss man mit Dutzenden Eigentümern einig werden“, erkärt Wolschner. Diese Reform machen sich auch Spekulanten zunutze: „Die kaufen dann in der Mitte einen Streifen und treiben den Preis nach oben.“

Westliche Unternehmen sehen in Rumänien sehr gute Marktchancen. Vieles ist erst im Aufbau. Mit Unterstützung der Europäischen Union verfolgt das Land das Ziel, in den nächsten Jahren seine Standards möglichst rasch an das EU-Niveau heranzubringen.

Doch da gibt es noch viel zu tun. Das fast 239.000 Quadratkilometer große Land verfügt beispielsweise über lediglich rund 250 Kilometer Autobahn. Entsprechend überlastet sind die normalen Verbindungsstraßen, wo vom Pferdefuhrwerk bis zum Sattelschlepper alles unterwegs ist. Bis 2015 wolle man 2.100 km Autobahn bauen, teilte Antonel Tanase, Staatssekretär im Transportministerium, mit. Von Bukarest über Sibiu nach Timisoara soll eine Autobahn gebaut werden, die von der EU mitfinanziert wird.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Der Standard“, derStandard.at