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Äthiopien: Neuer Staudamm bedroht mehr als 300.000 Menschen

Meldung vom 21.03.2011

Äthiopien baut mit Hilfe ausländischer Investitionen an einem Staudamm. Hintergrund für dieses Projekt ist die ständige Wasserknappheit in dem von Dürren geplagten Land. Doch nun sind mindestens acht indigene Völker und weitere 300.000 Menschen an Kenias Turkana-See von dem Bau bedroht.

Der Staudamm wird die natürlichen Überflutungszyklen des Omo-Flusses aufheben, und ist nach Angaben der äthiopischen Regierung bereits zu 40 Prozent fertig gestellt. Doch von diesen Zyklen sind die indigenen Völker im Omo-Tal abhängig. Ihre gesamte Nahrungsgrundlage beruht darauf.

Obwohl die Regierung behauptet, dass eine „künstliche Überflutung“ das Problem beheben wird, habe die Bauleitung des Staudamms vergangenes Jahr Pläne dargelegt, denen zufolge die dort lebenden Menschen „nach einer Übergangszeit“ vom „Überschwemmungsfeldbau zu moderneren Formen der Landwirtschaft übergehen“ sollen.

Ein erzwungener „Wechsel“ dieser Art wird mit höchster Wahrscheinlichkeit kaum umsetzbar sein und das Ende der bereits unzureichenden „künstlichen Überflutung“ würde das Leben der Menschen bedrohen. Alternative Gewährleistungen für das Überleben der betroffenen Menschen wurden nicht angekündigt. „Wir leben vom Fisch, er ist wie unser Vieh. Wenn die Überschwemmungen des Omo ausbleiben, werden wir sterben“, klagte ein Mitglied des indigenen Kwegu-Stammes.

Die äthiopische Regierung hat sich zudem 180.000 Hektar Land im Omo-Tal für landwirtschaftliche Investitionen reserviert. Die indigene Bevölkerung wurde weder zu dem Bau des Staudamms, dem „Wechsel“ ihrer Existenzgrundlage noch zur Verpachtung ihres Landes an ausländische Investoren befragt. Dies laufe den Vorschriften der äthiopischen Verfassung zuwider.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „openPR“, openpr.de

Schlagwörter: Äthiopien, Staudamm, Wasser, Wasserknappheit, Ressourcen, Überflutung, Indigene Völker, Überschwemmungsfeldbau, Investoren, Verpachtung, Land-Grabbing, Dürre, Weltwassertag