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Somalia: Deutsche Bundeswehr leistet „Geburtshilfe“

Meldung vom 21.04.2011

Seit vergangenem Jahr sind bis zu 13 deutsche Soldaten an der European Training Mission Somalia (EUTM Somalia) beteiligt. Diese Mission der Europäischen Union hat es sich zur Aufgabe gemacht, somalische Sicherheitskräfte in die Grundlagen der Sicherheit einzuführen und sie auszubilden. Trainiert werden die Somalier aus Sicherheitsgründen in Uganda. Somalia benötigt dringend ausgebildete Sicherheitskräfte, um das eigene Land in irgendeiner Form wieder stabilisieren zu können.

Uganda selbst begann bereits 2009 mit der Ausbildung von Somaliern, die bis heute in einem Militärcamp in Bihanga im ugandischen Hochland ausgeführt wird. Da die ugandischen Streitkräfte bei der Ausbildung der somalischen Rekruten an organisatorische und fachliche Grenzen stießen, baten sie im Januar 2010 um Unterstützung bei der Europäischen Union (EU).

Zu dem Trainingsprogramm gehören Minen- und Explosivkörperabwehr, Kampf in bebautem Gelände, Sanitäts- und Fernmeldewesen sowie allgemeinmilitärische Aufgaben. Bei der Mission, die zunächst auf ein Jahr befristet ist, arbeiteten 14 europäische Nationen mit. 2.000 Somalier sollen in zwei Durchgängen jeweils für ein halbes Jahr von 15 europäischen Ausbilderteams auf ihren Auftrag im Heimatland geschult werden.

Dass die Vermittlung militärischer Grundlagen unter afrikanischen Klimabedingungen eine herausfordernde Aufgabe ist, kann Major Ralf K. unterstreichen: „Wenn die Ausbilder jeweils vor- und nachmittags für mehrere Stunden mit den Rekruten gearbeitet hatten, wussten sie abends genau, was sie geleistet hatten.“ Denn die Ausbildung wird unter freiem Himmel abgehalten – sozusagen mitten im Busch – und bei einem Klima, an das sich Mitteleuropäer gewöhnen müssen.

Major K. war im Rahmen der EUTM als Versorgungsoffizier vier Monate in Uganda eingesetzt. Während dieser Zeit hat er nur wenige Male in einem festen Gebäude geschlafen, denn im Trainingscamp ist man im Zelt untergebracht. Unter der afrikanischen Sonne kommt es in den Zelten tagsüber zu Temperaturen bis zu 50 Grad – und Klimageräte sind hier ein Fremdwort. Ein handelsüblicher Standventilator kann zwar etwas Kühlung verschaffen, doch erst in den Abendstunden wird das Klima annehmbar.

Hinzu kommen die „üblichen“ Erschwernisse eines Afrika-Einsatzes: Konfrontation mit Armut und kulturellen Unterschieden, tropisches Klima, Insekten und giftige Tiere sowie die latent vorhandene Gefahr von Tropen- und Infektionskrankheiten.

Trotz der Mühsal haben die Ausbilder der Deutschen Bundeswehr die Hoffnung, eine Geburtsstunde für mehr Stabilität in Somalia erleben zu dürfen. Ob die Mission Erfolg haben wird, hängt natürlich davon ab, wie gut die ausgebildeteten Soldaten das Gelernte umsetzen werden und wie zuverlässig sie sich als somalische Sicherheitskräfte erweisen werden.

Ein wichtiger Faktor dabei ist die verlässliche und angemessene Bezahlung der Soldaten, meint Major K. „Vielleicht werden einzelne zu anderen Parteien überlaufen, aber ich bin mir sicher, dass wir im Moment die Geburtsstunde somalischer Streitkräfte erleben, die in einem Land dienen werden, in dem Ordnung und Sicherheit hoffentlich eines Tages wiederhergestellt sein werden.“




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Bundeswehr“, bundwehr.de

Schlagwörter: Somalia, Deutsche Bundeswehr, Bundeswehr, European Training Mission Somalia, EUTM Somalia, EU, Uganda, Sicherheit, Militär, Bihanga, Minenabwehr, Busch, Trainingscamp, Stabilisierung, Häuserkampf