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Haiti: Kein Geld mehr – Hilfsorganisationen ziehen ab

Meldung vom 28.04.2011

Immer mehr Hilfsorganisationen beenden ihren Einsatz in Haiti. „Viele Hilfswerke ziehen ab, weil ihnen das Geld ausgeht“, erklärt der UN-Sondergesandte für Haiti, Nigel Fisher. Auch die UN benötige mehr Geld für ihre Aufgaben in dem karibischen Land.

Den aktuellen Bedarf für „rein humanitäre Aufgaben“ schätzte Fisher auf 130 Millionen bis 145 Millionen US-Dollar. Rund ein Drittel davon müsse in die Versorgung der derzeit 680.000 Obdachlosen in den Lagern der Hauptstadtregion fließen. Der Rest werde zum Aufbau der Wasserversorgung gebraucht, um weiteren Cholerafällen vorzubeugen, und für dringende Schutzvorkehrungen angesichts der im Juli einsetzenden Hurrikansaison. Bei dem verheerenden Erdbeben im Januar 2010 kamen mehr als 300.000 Menschen ums Leben, 2,3 Millionen Haitianer wurden obdachlos.

Seitdem sind laut Fisher insgesamt 3,2 Milliarden US-Dollar Hilfsgelder freigegeben worden. Doch viele Geldgeber, die an der internationalen Hilfskonferenz vor einem Jahr in New York finanzielle Hilfe versprochen hätten, verharren in Wartestellung, kritisierte Fisher. „Es ist an der Zeit, von Versprechungen zu richtigen Projekten überzugehen.“

Allerdings sei in erster Linie der private Sektor für den Wiederaufbau des Landes verantwortlich, meint Fisher. Haitis Regierung müsse dafür die Grundlagen schaffen. Der anstehende Regierungswechsel und die Wahlen hätten den Prozess jedoch in die Länge gezogen.

Der Wiederaufbau ist sicherlich die Hauptaufgabe für Michel Martelly, der das Präsidentenamt im Mai antritt. Auf jeden Fall werde Haiti noch lange von ausländischer Hilfe abhängig sein, unterstrich Fisher. „Wir werden noch in 30 Jahren hier sein, solange nicht haitianische Organisationen die Arbeit übernehmen.“




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: domradio.de

Schlagwörter: Haiti, Hilfsorganisationen, Geld, Abzug, Geldgeber, Geberkonferenz, Obdachlose, Hurrikan, Hurrikansaison, Wasserversorgung, Cholera, UN, Michel Martelly, Regierungswechsel, Präsident