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Afghanistan: Nachschubroute durch Pakistan in Gefahr

 
Meldung vom 16.05.2011

Im Anti-Terror-Kampf galten Pakistan und die USA bislang als strategische Partner. Weil aber der Schauplatz dieses Krieges sich immer mehr nach Pakistan verschiebt und dadurch Spannungen mit den USA entstehen, gibt es einige Verstimmungen in der pakistanischen Regierung. Nun droht Pakistan dem Bündnispartner mit der Blockade der Nachschubrouten nach Afghanistan.

Die Sitzung des pakistanischen Parlaments dauerte länger als zehn Stunden. Sie mündete am Ende in eine scharfe Verurteilung der US-Kommandoaktion zur Tötung Osama Bin Ladens. Man ließ verkünden: Der US-Einsatz habe die Landeshoheit verletzt. Auch das Außenministerium hatte bereits vor wenigen Tagen bekannt gegeben, die Souveränität Pakistans sei mit der militärischen Aktion nicht respektiert worden.

Das Parlament geht noch einen Schritt weiter, indem es verlangt, die Beziehungen zum Bündnispartner USA zu rekapitulieren. Und eine Warnung wird hinzugefügt: Sollten die Drohnenangriffe nicht eingestellt werden, werde man die NATO-Nachschubrouten für Afghanistan sperren, die durch Pakistan verlaufen. Mit dem Einsatz von Drohnen verfolgen die USA im Grenzgebiet zu Afghanistan im Grunde täglich Terroristen. Die westlichen Truppen sind auf Lastwagen-Konvois, die mit Verpflegung über pakistanische Straßen nach Afghanistan rollen, aber dringend angewiesen.

Die Beziehungen der USA zu Pakistan sind nach der Tötung bin Ladens höchst angespannt. Die jüngsten Erklärungen des Parlaments erscheinen wie Ablenkungsmanöver von der Tatsache, das Bin Laden so lange in Pakistan unterschlüpfen konnte. Und diese Erklärungen werden das Verhältnis der beiden Staaten zueinander nicht verbessern. Bemerkenswert ist, dass die Abgeordneten sich in ihren Beschlüssen fast ausschließlich gegen die USA wenden. Es wird kein Wort darüber verloren, dass Bin Laden sich jahrelang in einer pakistanischen Garnisonsstadt verbergen konnte – angeblich ohne Kenntnis von Geheimdienst und Militärs.

Zwar musste Geheimdienst-Chef Achmed Schuja Pascha hinter den verschlossenen Sitzungstüren offenbar unangenehme Fragen über sich ergehen lassen und soll sogar seinen Rücktritt vorgeschlagen haben. Nach außen jedoch gibt das Parlament dem Sicherheitsapparat volle Rückendeckung. Dies ist aber keine Überraschung. Es gilt als bekannt, dass die Außen- und Sicherheitspolitik des Landes von der Armee dirigiert wird und nicht von der demokratisch gewählten Regierung.


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Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „ARD“, ard.de

Schlagwörter: Afghanistan, Pakistan, Bündnispartner, strategischer Partner, Anti-Terror-Kampf, Terror, NATO, Nachschub, Nachschubroute, Osama Bin Laden, Islamabad, Truppen, ISAF, Drohnen, Sicherheitspolitik