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Südafrika: Hetzjagd gegen Fremde

Meldung vom 20.05.2008

In Johannesburg ist es in den vergangenen Tagen zu zahlreichen gewaltsamen Ausschreitungen gegen Fremde gekommen. Dabei wurden bislang 22 Menschen getötet. Tausende suchten auf Polizeiwachen und in Kirchen Schutz. Die Opposition spricht sich für einen Militäreinsatz aus.

Hunderte von Menschen seien nach Polizeiangaben verletzt worden. Außerdem wurden zahlreiche Brandanschläge auf Häuser verübt und Geschäfte geplündert. Frauen wurden vergewaltigt. Augenzeugen berichteten von grausamen Szenen, die sich im Stadtzentrum abgespielt hatten. Bewaffnete Banden durchsuchten ganze Hochhäuser nach Ausländern und warfen Frauen aus den Fenstern in die Tiefe. Eine johlende Menschenmenge band einen Mann auf eine Matratze und zündete ihn an. Der Mann verbrannte bei lebendigem Leibe.

Die gewaltsamen Übergriffe begannen vor einer Woche im Township Alexandra. Sie richten sich vor allem gegen Zuwanderer aus Simbabwe, weil diese angeblich zu hohe Sozialleistungen erhalten. Außerdem wird ihnen nachgesagt, Südafrikanern die Arbeitsplätze wegzunehmen.

Fast alle politischen Parteien in Südafrika verurteilten den Fremdenhass. Die Regierung kündigte dazu eine Untersuchung an. „Wir können es nicht zulassen, dass Südafrika wegen Ausländerfeindlichkeit berüchtigt wird“, erklärte der Vorsitzende des regierenden Afrikanischen Nationalkongresses (ANC), Jacob Zuma. Auch Präsident Thabo Mbeki verurteilte die fremdenfeindlichen Übergriffe.

Die Opposition in Südafrika spricht sich nun dafür aus, das Militär einzusetzen. Die Polizei allein bekäme die Situation nicht mehr in den Griff. 217 Menschen wurden inzwischen festgenommen. Die Polizisten wurden in dem Armenviertel Jerusalem in Johannesburg mit scharfer Munition beschossen, als sie gegen rund 500 Menschen einschreiten wollten, die Geschäfte von Ausländern zu plündern versuchten.

Auch eine Methodistenkirche im Stadtzentrum wurde nach Angaben der Kirche attackiert, nachdem rund 1.000 Zuwanderer dort untergekommen waren. Der Angriff misslang jedoch. Die Organisation Ärzte ohne Grenzen gab an, die Stadt Johannesburg steuere auf eine humanitäre Katastrophe zu.




Quelle:  „Deutsche Welle“, dw-world.de