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Afghanistan: Deutscher Soldat bei Sprengstoffangriff getötet

 
Meldung vom 25.05.2011

Ein deutscher Soldat ist bei einem Anschlag auf eine Patrouille der ISAF-Truppe nahe der Stadt Kundus ums Leben gekommen. Ein weiterer deutscher Soldat sowie ein afghanischer Übersetzer wurden verletzt.

In Afghanistan ist am Mittwoch, den 25.05.2011, eine Patrouille mit ISAF-Soldaten in eine Sprengfalle geraten. Ein deutscher Soldat wurde getötet, ein weiterer deutscher Soldat sowie ein afghanischer Übersetzer wurden verwundet.

Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung war der Soldat in einem „Fuchs“-Transportpanzer auf einer Straße 14 Kilometer nordwestlich von Kundus unterwegs, als die Patrouille mit einer Serie von Sprengstoffexplosionen überfallen wurde. Durch die improvisierten Bomben, sogenannte IEDs, wurde auch ein geschütztes Fahrzeug vom Typ „Dingo“ zerstört.

Die Patrouille zählte zum Infanteriebataillon in Kundus, einem der beiden sogenannten Ausbildungs- und Schutzbataillone. Die Straße verläuft nach Taloqan, wo vor einer Woche während einer gewalttätigen Demonstration gegen die dortige ISAF-Einrichtung mehrere afghanische Zivilisten starben. Bei der Demonstration setzten sich offenbar auch deutsche Soldaten zur Wehr und töteten gewalttätige Afghanen.

Die beiden Männer, die bei dem IED-Angriff verwundet wurden, sind in das Feldlazarett in Kundus überführt worden. Sie erlitten offenbar nur leichte Verletzungen. Der Gestorbene ist der erste deutsche Soldat, der in der Amtszeit von Verteidigungsminister de Maizière getötet wurden. De Maizière informierte die zuständigen Abgeordneten des Bundestages während der Sitzung des Verteidigungsausschusses am Mittwochvormittag. Am Nachmittag will er öffentlich zu dem Vorfall Stellung beziehen.

Seit Beginn des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr im Januar 2002 sind 48 deutsche Soldaten gefallen. 31 starben im Gefecht oder bei Anschlägen. Zuletzt waren Mitte Februar bei einem Anschlag in einem Bundeswehrstützpunkt in der afghanischen Provinz Baghlan drei deutsche Soldaten getötet und sechs weitere verletzt worden. Der Angreifer, selbst ein Überläufer in ISAf-Uniform, hatte innerhalb des Lagers plötzlich auf die Soldaten um sich herum geschossen und einen 21 Jahre alten Hauptgefreiten, einen 22 Jahre alten Stabsgefreiten und einen 30 Jahre alten Hauptfeldwebel vom Panzergrenadierbataillon 112 im bayerischen Regen umgebracht.

Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbands, Ulrich Kirsch, betonte, der jüngste tragische Vorfall verdeutliche, dass für die Soldaten „der Einsatz des eigenen Lebens Voraussetzung für die erfolgreiche Erfüllung der Aufträge des Deutschen Bundestages“ sei. Das beinhalte „auch die Pflicht, im Gefecht Gegner zu bekämpfen und auch töten zu müssen“.

Der Staat trage auch aus diesem Grunde eine besondere Verantwortung und sei eine Fürsorgeverpflichtung gegenüber allen Soldatinnen und Soldaten eingegangen. Kirsch fügte hinzu: „Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen unseres gefallenen Kameraden und allen Kameraden im Einsatz. Den Verwundeten wünschen wir eine baldige und völlige Genesung.“






Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, faz.net

Schlagwörter: Afghanistan, Sprengstoff, Attentat, Sprengstoffangriff, Bombe, Sprengfalle, Bundeswehr, Soldat, ISAF, IEDs, Bundestag, De Maizière, Verteidigungsausschuss, Patrouille, Deutscher Bundeswehrverband, Ulrich Kirsch