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Südafrika: Flüchtlingswelle nach fremdenfeindlicher Gewalt

Meldung vom 27.05.2008

Nach den gewaltsamen Übergriffen auf Einwanderer in Südafrika sehen sich Nachbarländer und Hilfsorganisationen mit massiven Flüchtlingsströmen konfrontiert. Rund 25.000 Simbabwer befinden sich derzeit aus Südafrika nach Sambia auf der Flucht, wie das Rote Kreuz erklärte.

Mehr als 5.000 simbabwische Flüchtlinge erhielten demnach Unterstützung in Mosambik und Botsuana. Nach Regierungsangaben beantragten 3.000 malawische Emigranten ihre Heimkehr aus Südafrika. Die südafrikanische Regierung erklärte nach der Sitzung eines Krisenstabes, die fremdenfeindlichen Ausschreitungen seien mittlerweile unter Kontrolle gebracht worden. 56 Menschen sind bei den Angriffen ums Leben gekommen.

Unsere Teams in Sambia erwarten die Ankunft von rund 25.000 Simbabwern beziehungsweise 5.000 Familien“, schätzte die Direktorin des Roten Kreuzes für das südliche Afrika, Françoise Le Goff. Weitere 5.500 Simbabwer seien in Mosambik untergekommen. 342 flohen in das benachbarte Botsuana.

Das malawische Informationsministerium erklärte, allein innerhalb eines Tages hätten sich 3.000 Malawier in Südafrika auf Listen für eine Rückkehr in ihr Herkunftsland eingetragen. Auch rund 26.000 Mosambikaner haben Südafrika bereits verlassen. Rund 35.000 Menschen wurden seit Beginn der ausländerfeindlichen Angriffe in Südafrika vor zwei Wochen laut Angaben der Hilfsorganisationen vertrieben.

Etwa 750 in Südafrika lebende Flüchtlinge versammelten sich vor der UN-Vertretung in Pretoria und appellierten an die Vereinten Nationen, Hilfe zu leisten. „Die meisten stammen aus Somalia, Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo“, erklärte ein Sprecher des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR).

Der südafrikanische Sicherheitsminister Charles Nqakula in Pretoria gab an, die Lage sei derzeit unter Kontrolle. Zuvor sei er mit Präsident Thabo Mbeki sowie zehn weiteren Ministern eines Krisenstabes zusammengetroffen und man habe zweieinhalb Stunden über den Umgang mit der fremdenfeindlichen Gewalt beraten. Im Zuge der Gewaltausbrüche wurden nach Angaben der Regierung 1.340 Menschen festgenommen. Geheimdienstminister Ronnie Kasril gab an, die Sicherheitskräfte würden möglichen neuen Gewaltausbrüchen schnell entgegentreten.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „AFP“, afp.com