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Somalia: Al-Kaida-Bombenspezialist erschossen

 
Meldung vom 14.06.2011

Nach Osama Bin Laden ist ein weiterer hochrangiger Drahtzieher von Al-Kaida getötet worden: Fazul Abdullah Mohammed wird für die Terroranschläge auf die amerikanischen Botschaften in Nairobi und Dar es-Salaam im Jahr 1998 verantwortlich gemacht.

Der mutmaßliche Anführer des Terrornetzes Al-Kaida in Ostafrika, der 38 Jahre alte Komorer Fazul Abdullah Mohammed, ist in der somalischen Hauptstadt Mogadischu erschossen worden. Nach Angaben der somalischen Übergangsregierung war Fazul Abdullah zusammen mit einem bekannten Extremisten aus Kenia an einer Straßensperre im Süden der Stadt von Soldaten der Übergangsregierung angehalten worden und bei dem anschließenden Schusswechsel ums Leben gekommen.

Die amerikanische Regierung bestätigte inzwischen den Tod des Extremisten. Somalische Sicherheitskräfte hatten der Leiche Gewebeproben entnommen und den Amerikanern für einen DNA-Test übergeben. Die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton, die gerade in Tansania auf Staatsbesuch war, erklärte, der Tod Fazuls sei ein „bedeutender Schlag“ gegen die Aktivitäten Al-Kaidas in Afrika. Fazul sei ein „gerechtes Ende“ zuteil geworden.

Der Innenminister der Komoren, Ahamada Abdallah, gab zu, er sei „erleichtert“ über Fazuls Tod. „Der Mann hat uns großen Schaden zugefügt“, meinte Abdallah. Offenbar als Racheakt zu Fazuls Tod wurde wenige Tage später der somalische Innenminister Abdi Shakur Sheikh Hassan von einer Selbstmordattentäterin in seinem Haus in Mogadischu ermordet. Die Attentäterin ist die noch minderjährige Nichte des Ministers, die sich vor geraumer Zeit der radikalislamischen Miliz al-Shabaab angeschlossen hatte, zu der auch Fazul gehörte.

Fazul Abdullah gehörte in die Kategorie der am meisten gesuchten Personen („Most wanted“) der amerikanischen Bundeskriminalbehörde FBI. Für seine Ergreifung war eine Belohnung von fünf Millionen Dollar ausgeschrieben. Der Komorer hat nach Erkenntnissen amerikanischer Dienste 1998 die beiden Bombenanschläge auf die amerikanischen Botschaften in Nairobi und Dar es-Salaam geplant und durchgeführt. Dabei wurden 224 Menschen getötet.

Fazul wird ebenfalls der Sprengstoffanschlag auf ein überwiegend von israelischen Touristen besuchtes Hotel in der kenianischen Hafenstadt Mombasa zugeschrieben, bei dem im November 2002 15 Menschen in den Tod gerissen wurden. Im gleichen Jahr sei Fazul nach Angaben amerikanischer Ermittler die Aufgabe zugefallen, alle Al-Kaida-Anschläge in Ostafrika durchzuführen. Nach dem Anschlag in Mombasa tauchte er in Somalia unter, wo er sich der radikalislamischen Miliz al-Shabaab anschloss.

Der Komorer fuhr zum Zeitpunkt seiner Entdeckung in einem Lieferwagen durch Mogadischu, der mit Computern, Medikamenten und Verbandszeug beladen war. Offenbar haben sich er und der Kenianer Mohammed Dere in Mogadischu verirrt und sind auf die „falsche“ Seite der Front geraten.

Fazul ließ sich ab 1990 in Pakistan zum Bombenleger ausbilden.
1993 wurde er zum ersten Mal nach Somalia entsandt, um gegen die UN-Mission „Restore Hope“ vorzugehen, was ihm anscheinend nicht gelang. Ab 1994 bezog Fazul wechselnde Wohnsitze in Nairobi, Mogadischu und Khartum, wobei die amerikanischen Dienste vermuten, dass er diese Zeit für die Vorbereitung der Anschläge von 1998 benötigte. Fazul manövrierte den mit Sprengstoff beladenen Lastwagen wohl persönlich durch den Verkehr von Nairobi zur amerikanischen Botschaft.

Inwieweit Fazul in den von Al-Kaida betriebenen Handel mit Blutdiamanten in Sierra Leone und Liberia zwischen 1999 und 2001 verwickelt war, ist hingegen unklar. Das Terrornetzwerk hatte damals mehrere Millionen Dollar in den Kauf von Diamanten hineingesteckt, um sich von der Kontrolle der Banktransfers unabhängig zu machen. Bei seiner Erschießung verfügte der Komorer nach Angaben der somalischen Polizei über einen südafrikanischen Pass. Südafrika wolle den Vorfall klären, so ein Sprecher der Regierung.


Video-Beiträge zu diesem Thema

 Al-Kaida-Chef von Ostafrika tot




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, faz.net

Schlagwörter: Somalia, Al-Kaida, Anführer, Straßensperre, Mogadischu, Fazul Abdullah Mohammed, Terrornetzwerk, DNA-Test, Hillary Clinton, Übergangsregierung, Anschlag, Bombenattentat, Bombenleger, Mogadischu, Mombasa, Blutdiamanten, al-Schabaab, amerikanische Botschaft