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Sudan: Unterwegs in Sachen Frieden – Guido Westerwelle in Khartum

Meldung vom 24.06.2011

Zum Zerreißen gespannt ist die Situation im Sudan derzeit nur wenige Tage vor der offiziellen Unabhängigkeit des Südens am 9. Juli. Die schwierige Lage war sicherlich ein Auslöser für den Besuch von Außenminister Westerwelle in dem Bürgerkriegs-Land. Westerwelle appellierte bei seinem Aufenthalt in Khartum an beide Staaten, eine friedliche Lösung anzustreben.

Westerwelle hat die beiden künftigen Staaten im Sudan zu einer friedlichen Beilegung ihrer Konflikte ermahnt. „Der Unabhängigkeitsprozess darf nicht noch auf den letzten Metern scheitern“, unterstrich Westerwelle in der Hauptstadt Khartum.

Westerwelle riet beiden Seiten, die noch offenen Fragen fair zu verhandeln. Ziel sei es, den Unabhängigkeitsprozess einigermaßen friedlich ablaufen zu lassen. „Das darf nicht zu neuen Konflikten führen.“ Im Süden hatten zu Beginn des Jahres fast 99 Prozent der Bevölkerung für die Loslösung vom Norden ihre Stimme abgegeben. Die Unabhängigkeitserklärung soll am 9. Juli ausgerufen werden, während Deutschland den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat innehat.

Als erster westlicher Außenminister seit längerer Zeit reiste Westerwelle auch in die Krisenprovinz Darfur im Westen des Landes. Der FDP-Politiker besuchte dabei auch einige Bundeswehr-Soldaten, die im Rahmen einer UN-Friedensmission dort stationiert sind. In Darfur wurden seit 2003 bei Kämpfen zwischen Rebellen sowie Militär und regierungstreuen Milizen etwa 300.000 Menschen umgebracht. Mehr als drei Millionen Menschen haben die Flucht ergriffen.

Gegen den amtierenden sudanesischen Präsident Omar al-Baschir ist wegen Kriegsverbrechen in Darfur ein internationaler Haftbefehl ausgestellt. Westerwelle ging deshalb einer Begegnung mit Al-Baschir aus dem Weg. Stattdessen traf sich Westerwelle mit Vizepräsident Ali Taha.

Westerwelle versprach, dass das Auswärtige Amt seine humanitäre Hilfe für den Sudan um eine weitere Million auf nun 4,2 Millionen Euro anheben werde. Bei dem zweitägigen Besuch wurde auch das Schicksal einer Familie aus Hermannsburg in Niedersachsen thematisiert. Der Vater hatte nach der Trennung von der Mutter die vier gemeinsamen Kinder über Ostern offenbar in den Sudan verschleppt. Die deutschen Sicherheitsbehörden haben die betreffenden Behörden im Sudan um Mithilfe bei der Suche der entführten Kinder gebeten.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „n-tv“, n-tv.de

Schlagwörter: Sudan, Guido Westerwelle, Khartum, Unabhängigkeitserklärung, Verhandlung, Omar al-Baschir, Dafur, Ali Taha, Entführung, Vater, Kinder, Niedersachsen