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Ruanda: Erste Frau wegen Völkermords zu lebenslanger Haft verurteilt

 
Meldung vom 29.06.2011

Auch Frauen haben bei dem Genozid in Ruanda mitgewirkt. Pauline Nyiramasuhuko war Frauen- und Familienministerin in Ruanda und soll zu Massenmorden und Vergewaltigungen an der Volksgruppe der Tutsi aufgerufen haben. Jetzt erhielt Pauline Nyiramasuhuko als erste Frau vom UN-Tribunal wegen Völkermords eine lebenslange Haftstrafe.

Sie soll den Tod und das Leiden Hunderter Tutsi verschuldet haben. Ohne Pauline Nyiramasuhukos Beteiligung und die ihrer fünf Mitangeklagten wäre der „Völkermord in Butare“ nicht in der Form geschehen, hatte die Staatsanwaltschaft bereits in ihrem Plädoyer im April 2009 festgestellt. Jetzt hat das UN-Tribunal für den Völkermord in Ruanda Nyiramasuhuko des Massenmordes an den Tutsi für schuldig befunden. Die 65-Jährige ehemalige ruandische Ministerin für Familie und Frauenförderung ist die erste Frau, die von dem Gericht im tansanischen Arusha wegen Beteiligung am Völkermord im Jahr 1994 verurteilt wurde.

Die Richter warfen ihr auch Vergewaltigung, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Ihr Sohn Arsène Shalom Ntahobali wurde ebenfalls lebenslang hinter Gitter gesetzt. In der Urteilsbegründung hieß es, Nyiramasuhoko und Ntahobali hätten als Anführer von Milizen in Butare Massenmorde und Vergewaltigungen an Frauen und Mädchen der Volksgruppe der Tutsi in die Wege geleitet. Ntahobali habe sich zudem selbst an den Vergewaltigungen beteiligt.

Beide hätten im Regierungsbezirk Butare den Tod Hunderter Tutsi auf dem Gewissen. Die mit internationalem Haftbefehl gesuchte Nyiramasuhuko war 1997 in der kenianischen Hauptstadt Nairobi ergriffen worden, seit 2001 wurde sie vor dem UN-Tribunal verhört. Nun ist ihr Fall abgeschlossen.






Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Spiegel Online“, spiegel.de

Schlagwörter: Ruanda, Frau, Ministerin, Völkermord, Genozid, UN-Tribunal, Verurteilung, lebenslänglich, Haft, lebenslängliche Haft, Arusha, Tansania, Pauline Nyiramasuhuko, Butare, Ministerin für Familie und Frauenförderung, Vergewaltigung, Massenmord, Massaker, Kriegsverbrechen, Tutsi, Hutu