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Somalia: Heftiger Regen verschlimmert Lage der Flüchtlinge

 
Meldung vom 02.08.2011

Viel zu spät kommt der Regen und verschlimmert derzeit die Lage der Flüchtlinge dramatisch. Die Dürre in Ostafrika hat den Menschen alles geraubt, ihr Zuhause, ihr Vieh, ihre Felder und oft auch ihre Kinder. Zehntausende sind schon gestorben, Unzählige sind auf der Flucht. Nun regnet es in Mogadischu – doch die heftigen Niederschläge sind eine Katastrophe für die Flüchtlinge, die kein Obdach haben und sich nicht schützen können.

Die Situation in den Hungergebieten Ostafrikas verschärft sich mit jedem Tag. „Mehr als zwölf Millionen Menschen in Somalia, Kenia, Äthiopien und Dschibuti sind auf schnelle Hilfe angewiesen. Und die Zahl wächst täglich“, sagte die UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos in New York.

In Somalias Hauptstadt Mogadischu, wo Zehntausende Notleidende Zuflucht gesucht haben, gingen am Wochenende nun endlich heftige Regenfälle nieder. Doch die Wucht des extremen Niederschlags hat viele provisorische Unterkünfte der Hungernden ruiniert und ihre Lage noch aussichtsloser gemacht. Die Bewohner hockten in Pfützen die Nacht über durchnässt in der Kälte.

Die Versorgung der Flüchtlinge wird auch in anderen Regionen immer komplizierter und gefährlicher. So schränken Kämpfe zwischen somalischen Regierungstruppen und Aufständischen den Einsatz der Helfer ein. Große Gebiete im Süden Somalias sind aufgrund der Sicherheitslage nicht erreichbar. „Wir müssen die Leute aber da erreichen, wo sie sind, und das ohne Verzögerung“, erklärte Amos beunruhigt. „Wir fordern von allen Parteien ungehinderten Zugang. Unser alleiniges Ziel ist es, Leben zu retten.“

Zunehmend problematischer wird auch die Versorgung der Menschen in den Lagern in Äthiopien und Kenia, in die jeden Tag Tausende Flüchtlinge aus Somalia drängen. Dort muss dringend für weitere Unterkünfte, Wasser und sanitäre Einrichtungen gesorgt werden. „Wir müssen den Druck auf die Gastländer verringern, die selbst unter der Dürre leiden“, meinte die UN-Expertin.

Die UN-Mitglieder hätten zwar mehr als eine Milliarde Dollar (knapp 700 Millionen Euro) Soforthilfe in Aussicht gestellt. Nach Angaben der UN sind jedoch 2,48 Milliarden US-Dollar nötig, um die insgesamt zwölf Millionen Betroffenen in der Region zu versorgen. Ganz dringlich wird das Geld nun benötigt, sagte Amos. „Jeder Tag kann den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen.“






Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Süddeutsche Zeitung“, sueddeutsche.de

Schlagwörter: Somalia, Luftbrücke, Hungersnot, Dadaab, Flüchtlinge, Flüchtlingslager, Versorgungszentrum, Nahrungsmittel, Welternährungsprogramm, UN, Al-Shabaab, Afrikanische Union, Angriff, Extremisten, Regen, Niederschlag, Kälte