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Mexiko: 13-Jährige bei Gefecht mit Drogenmafia festgenommen

Meldung vom 11.08.2011

Drogenbosse in Mexiko setzen immer jüngere Mitstreiter strategisch für ihre Zwecke ein. Oft werden die jugendlichen Handlanger dazu benötigt, für den Schutz der Drogenbarone zu sorgen. Bei einer Schießerei geriet der Polizei nun eine 13-Jährige in die Hände. Sie hatte die Aufgabe, die Straße zu überwachen und anzuzeigen, falls sich die Polizei dem Haus eines Drogenbarons näherte. Eine hohe Strafe kann der Minderjährigen dafür nicht erteilt werden.

Bisher waren sie einmal 16, einmal 14, einmal 15 Jahre alt. Doch jetzt ist in Mexiko ein noch jüngeres Mädchen bei einer Schießerei mit der Polizei ergriffen worden. Als der Schusswechsel auf der Ranch San Fernando bei Guadalajara vorüber war, konnten die Beamten drei Menschen festnehmen: zwei erwachsene Männer und ein 13-jähriges Mädchen.

„Wir stellen fest, dass die Kartelle immer mehr minderjährige Frauen rekrutieren“,
beschwert sich Francisco Alejandro Solorio Aréchiga, der Sicherheitschef des Staates Jalisco. Dort hatte sich die Schießerei mit den Mitgliedern des Drogenkartells Los Zetas abgespielt. „Es werden immer mehr Jugendliche festgenommen. Auch aus den Bundesstaaten Veracruz und Zacatecas erhalten wir derartige Berichte.“

Erst vor wenigen Tagen war in Cuernavaca unweit von Mexiko-Stadt ein inzwischen 15-Jähriger verhaftet worden. Er ist mit elf Jahren rekrutiert worden und hat schon dann begonnen, im Auftrag eines Kartells zu morden, zu entführen und zu erpressen. Mitte Juni wurde der Fall eines 16-jährigen Mädchens aufgedeckt, das sich ebenfalls als Auftragskillerin eines Kartells betätigt haben soll.

Die Jugendlichen werden von den Drogenkartellen beauftragt, weil sie nicht so streng bestraft werden können wie Erwachsene. Als Anfang 2010 der Drogenboss Arturo Beltran Leyva ermordet wurde, erfuhr eine breite Öffentlichkeit erstmals, warum er bis dahin völlig unbehelligt in einem Wohngebiet von Cuernavaca leben konnte. Leyva hatte sich ein Netz von überwiegend minderjährigen „Halcones“ (Falken) angeheuert, die die Bewegungen der Sicherheitskräfte in der Stadt beobachteten und ihrem Chef weitergaben.

Das bestätigte auch die 13-Jährige. Die Bandenmitglieder von Los Zetas hätten ihr 4.000 Pesos (gut 230 Euro) im Monat dafür entrichtet, dass sie ihre Gruppe informierte, ob Staats- und Bundespolizisten sich dem Ort näherten. Den Eltern des Mädchens war nach Angaben der Polizei bewusst, dass sich ihre Tochter für das Kartell verdingte. Alle ihre Versuche, das Kind zurückzuholen und an der kriminellen Tätigkeit zu hindern, seien aber vergeblich gewesen.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Spiegel Online“, spiegel.de

Schlagwörter: Mexiko, Minderjährige, Jugendliche, Drogenkrieg, Drogenmafia, Drogenbaron, Halcones, Los Zetas, Drogenkartelle