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Nicaragua: Präsident Ortega gründet eigenen Propaganda-Sender

Meldung vom 18.08.2011

Nicaraguas Präsident Daniel Ortega hat einen neuen Fernseh-Sender gegründet. Geleitet wird das Propaganda-Fernsehen von seinen Verwandten. Den eigenen Sender hat Ortega inzwischen nötig, denn sein Image in der Öffentlichkeit ist angegriffen. Viele wehren sich gegen eine erneute Kandidatur Ortegas, denn diese unterwandert die Verfassung. Wenn es um seine Weltsicht geht, dann vertraut Nicaraguas Staatspräsident Daniel Ortega inzwischen nur noch der eigenen Familie.

Camila, Luciana und Maurice Ortega Murillo, drei der sieben Kinder von Regierungschef Ortega sowie dessen Gattin und Sprecherin Rosario Murillo, sind für den neuen TV-Sender „Viva Nicaragua“ verantwortlich. Seit Mitte Juni ist der neue TV-Kanal in Aktion. Ziel des Familienbetriebs ist vor allem die Verbreitung der Nachrichten und Wahrheiten, wie sie der sandinistische Regierungschef gerne sieht. Viva Nicaragua erfreut seine Zuschauer deshalb vor allem mit Meldungen und Berichten über die Fortschritte und Erfolge der Revolution, die politische Blutsbrüderschaft mit Venezuelas Staatspräsident Hugo Chávez und natürlich die enge Beziehung Ortegas zu Kubas Revolutionsführer Fidel Castro.

Der Sender hat derzeit alle Hände voll zu tun, um Überzeugungsarbeit zu leisten. Denn Ortegas erneute Kandidatur für das Präsidentenamt ist unrechtmäßig. Laut Verfassung hätte Amtsinhaber Ortega sich nicht mehr erneut zur Wahl stellen dürfen, doch mithilfe der Gerichte manövrierte er sein Anliegen am Parlament vorbei und erzwang seine Kandidatur für eine Wiederwahl. Die katholischen Bischöfe des Landes protestieren gegen das Vorgehen Ortegas.

Solche Proteste werden bei Viva Nicaragua selbstverständlich nicht gesendet. Senderchef und Präsidentensohn Maurice Ortega sagt den Menschen in Nicaragua eine Rundumversorgung an Nachrichten und Information zu. Doch eigentlich startet er damit einen Gegenangriff auf die regierungskritische Tageszeitung „La Prensa“ der Millionärsfamilie Chamorro Hollman.

La Prensa“ gehört im Moment noch zu den wenigen Medien in Nicaragua, die sich nicht den Begeisterungsstürmen der Presse anschließen, wenn es über Erfolge und Errungenschaften der sandinistischen Revolution zu berichten gilt. Vor allem war „La Prensa“ aber eine Zeitung, die die Wahlmanipulationen im Zusammenhang mit den Kommunalwahlen vor rund drei Jahren ansprach.

Damals waren alle internationalen Wahlbeobachter über die offensichtlichen Betrügereien in der Hauptstadt Managua und wichtigen kleineren Städten aufgebracht. Für rund zwei Wochen herrschten in Nicaragua Unruhen. Wütende Demonstranten kämpften auf der Straße mit der Polizei.

Doch das offensichtlich manipulierte Ergebnis zugunsten der sandinistischen Vertreter wurde nicht korrigiert. Ebenso hat sich die personelle Zusammensetzung der obersten Wahlkommission nicht geändert. Trotz heftiger Kritik der Opposition werden nahezu die gleichen Personen für die Organisation und Kontrolle der Präsidentenwahl im November 2011 verantwortlich sein. Während Ortegas Kritiker einen erneuten Wahlbetrug befürchten, erfährt die nicaraguanische Öffentlichkeit über Viva Nicaragua nun die „Wahrheit“ über die Dinge.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Welt Online“, welt.de

Schlagwörter: Nicaragua, Daniel Ortega, Sender, TV-Sender, Propaganda, Viva Nicaragua, TV-Kanal, Wiederwahl, Kandidatur, La Prensa, Managua, Wahlkommission