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Indien: Christenverfolgung nimmt zu

Meldung vom 19.08.2011

Christen in Indien sind durchschnittlich zwei bis drei Attacken von Extremisten pro Woche ausgesetzt. Damit erleben Christen in Indien weiterhin die schlimmste Christenverfolgung in der Geschichte des Landes. Darauf macht der Generalsekretär der Evangelischen Allianz in Indien (EFI), Dr. Richard Howell, aufmerksam. In seinem Halbjahresbericht wird die Lage der christlichen Minderheit in der bevölkerungsmäßig größten Demokratie der Welt dargestellt. Der Bundesstaat Karnataka liegt dabei mit 20 Übergriffen im Berichtszeitraum an der Spitze. Doch auch in anderen Staaten wie Chhattisgarh, Maharashtra, Andhra Pradesh und Madhya Pradesh greifen Extremisten vermehrt Christen an.

Auf dem Weltverfolgungsindex belegt Indien Platz 32 in der Liste der Länder, in denen Christen am stärksten verfolgt werden, so die Organisation Open Doors. Im Bundesstaat Andhra Pradesh (Südindien) wurde wegen angeblicher Zauberei ein Pastor aus Bollepally/Bhongir Mandal geschlagen. Ein Hindu-Extremist hatte dem 50-jährigen John Lazarus vorgeworfen, Beschwörungen gegen ihn ausgesprochen zu haben. Er und seine Verwandten attackierten ihn auch verbal und warfen ihm vor: „Du hast einen niedrigkastigen Gott zu uns gebracht“. Dann schlugen sie auf Lazarus ein und drängten ihn, die Gegend zu verlassen.

Im Bundesstaat Chhattisgarh (Zentralindien) drangen 60 Hinduextremisten am 2. Juli in eine Hochzeitsfeier in Dhantulsi ein. Sie schlugen auf die Anwesenden ein, darunter auch auf Kinder. Zudem zerstörten die Männer das Hochzeitsbuffet und verbrannten die Fahrräder von Gästen.

Wegen angeblicher Zwangsbekehrung von Hindus haben Extremisten Anfang Juli den Pastor einer kleinen Gemeinde in Pali nahe der Stadt Korba tätlich angegriffen. Mehrere Männer rannten in den Sonntagsgottesdienst, zerrissen Bibeln und christliche Schriften. Pastor Sunil Masih sowie weitere Christen wurden anschließend der Polizei vorgeführt. Dort verteidigten sich die Christen, dass sie weder durch Zwang noch durch falsche Versprechungen Menschen zum christlichen Glauben geführt hatten. Nach sechs Stunden Haft kam der Pastor wieder frei.

In dem Bundesstaat Karnataka werden Christen am häufigsten angefeindet. Ende Juni wurden Pastor M. Sandeep und ein weiterer Christ überfallen. Beide waren auf dem Heimweg von einer Gebetsversammlung in Heggere/Hubli, als Hindu-Extremisten sie anhielten und der Zwangsbekehrung beschuldigten. Die Täter durchsuchten die Christen nach christlichen Traktaten oder Bibeln. Anschließend wurden beide zusammengeschlagen. Später schleppten die Angreifer sie zur Polizei und zeigten sie wegen der Verletzung religiöser Gefühle und angeblicher Zwangsbekehrung von Hindus an. Die Christen wurden vor Gericht gestellt und müssen derzeit immer noch im Gefängnis ausharren. Wie es hieß, seien die Hindus auf die Christen eifersüchtig gewesen, weil sich deren Lebensumstände verbessert hatten, nachdem sie Christen geworden waren.

Im Bundesstaat Orissa haben radikale Hindus den Rohbau einer Kirche in Bendoguda niedergerissen, für die 25 christliche Familien all ihre Ersparnisse geopfert hatten. Das kleine Grundstück dafür hatte ein Christ gespendet. Bei einem Überfall auf die katholische St.-Priscilla-Schule von Midnapur Mitte Juli vernichteten radikale Hindus Einrichtungsgegenstände darunter Devotionalien (Andachtsgegenstände). Der Hauseigentümer, Pfarrer Nathan Hazre und seine Frau Sabitha wurden der Zwangsbekehrung von Schülern bezichtigt. Man drohte dem Ehepaar zudem damit, sie bei lebendigem Leib zu verbrennen.

Für ihren Glaubenswechsel vom Islam musste eine junge Christin aus Motijil im Bezirk Murshidabad einen hohen Preis bezahlen. Anfang August drangen etwa 50 radikale Muslime in das Haus von Selina Bibi ein. Dort waren gerade mehrere Christen zu einem Gebetstreffen zusammen gekommen. Die Angreifer drohten damit, das Haus in Flammen zu setzen, sollte Bibi nicht zurück zum Islam konvertieren. Bereits fünf Monate zuvor hatten zwei Muslimas und mehrere Männer Bibi schikaniert. Sie vermuteten am Körper der Christin diverse christliche Zeichen und zwangen sie, sich zu entblößen. Nachdem sie keinerlei Male gefunden hatten, prügelten sie auf die wehrlose Frau ein. Nach ihrer Bekehrung vom Islam zu Jesus Christus wurde Selina Bibi in ihrem Viertel isoliert und ausgeschlossen. Sie konnte ihre Einkäufe nicht mehr tätigen, noch durfte sie ihr eigenes Gemüse zum Verkauf anbieten. „Man hat ihr auch verboten, Wasser aus dem Dorfbrunnen zu holen“, kritisiert der Pastor von der „Believers Church“, zu der Selina Bibi gehört. „Trotz der Verfolgung vonseiten der Radikalen hat sie damit begonnen, an jedem Donnerstag daheim ein Bibelstudium für Frauen durchzuführen.“




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Open Doors“, opendoors-de.org (Pressemitteilung)

Schlagwörter: Indien, Christenverfolgung, Schikane, Open Doors, Christen, Hindu, Kirche, Bekehrung, Glaubenswechsel, Konvertit, Islam, Muslime, Extremisten