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Afghanistan: Merkel und Rasmussen stehen zu weiterem Militäreinsatz

 
Meldung vom 28.10.2011

Afghanistan wird nach dem geplanten Abzug der NATO-Kampftruppen weiterhin auf die militärische Unterstützung des westlichen Bündnisses zählen können. Das kündigte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen am 27. Oktober in Berlin an. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bestätigte, Deutschland werde nach 2014 seine Verantwortung für Afghanistan „nicht aufgeben“.

Wie die weitere Hilfe im Einzelnen aussehen soll, das wird bei der Anfang Dezember in Bonn geplanten Afghanistan-Konferenz bekannt gegeben. Rasmussen lobte die Entwicklung der Sicherheitsübergabe an die afghanischen Behörden. Bereits ein Viertel der Bevölkerung werde heute durch eigene Sicherheitsbeamte geschützt.

Daher habe er die Hoffnung, dass der Zeitplan, bis Ende 2014 diese Übergabe in Verantwortung beendet zu haben, eingehalten werden kann. Merkel ergänzte, der Übergabeprozess sei auf einem „vernünftigen Weg, auch wenn noch viel zu tun bleibt“. Die Übertragung der Sicherheitsverantwortung war im Frühjahr in Angriff genommen worden und gilt als Voraussetzung des Abzugs der internationalen Truppen vom Hindukusch. Derzeit sind dort mehr als 130.000 ISAF-Soldaten im Einsatz.

Merkel und Rasmussen rechnen damit, dass sich mit dem Abzug der ISAF der Charakter des Militäreinsatzes ändern werde. Der Schwerpunkt werde künftig auf der Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte liegen, bekräftigte Rasmussen. Merkel versprach, Deutschland werde auch nach 2014 auf diesem Gebiet Hilfe leisten. Derzeit dient Deutschland mit gut 5.000 Soldaten als drittgrößter Truppensteller der Internationalen Schutztruppe ISAF.

Die Afghanistan-Konferenz soll am 5. Dezember in Bonn stattfinden, wo 2001 die Basis für den Neuanfang des Landes nach Jahrzehnten des Krieges gelegt worden war. Nun soll nach zehn Jahren des Einsatzes internationaler Truppen Bilanz gezogen und die Zukunft des Friedensprozesses am Hindukusch besprochen werden. Rasmussen erklärte, von Bonn müsse und werde ein „sehr nachdrückliches Signal“ ausgehen, dass die internationale Gemeinschaft zu Afghanistan halte.

In Afghanistan befürchten die Menschen derzeit, dass mit dem angekündigten US-Truppenabzug eine Taliban-Schreckensherrschaft wieder näher rücken könnte. Die USA wollen bis Jahresende 10.000 Soldaten zurückholen, davon 900 aus dem Norden. Anhand dieser Entwicklung hatte Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) erst jüngst Forderungen nach einem raschen deutschen Truppenabzug zurückgewiesen: Es dürfe keine „übertriebene Verkleinerung“ des Kontingents nur aus „politischer Symbolik“ vorgenommen werden.






Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „RP Online“, rp-online.de

Schlagwörter: Afghanistan, Abzug, Anders Fogh Rasmussen, Angela Merkel, 2014, Militär, ISAF, NATO, Berlin, Afghanistan-Konferenz, Bonn, Taliban, Übergabe, Sicherheitslage, Ausbildung, Sicherheitsübergabe