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Mexiko: Innenminister bei Hubschrauberabsturz getötet

 
Meldung vom 15.11.2011

Innenminister in Mexiko leben offensichtlich gefährlich. Mit José Francisco Blake Mora starb bereits der dritte Innenminister bei einem Flugzeugunglück. Mora galt als ein großer Bekämpfer der Drogenkriminalität. Der Informationsminister weist jedoch jeglichen Verdacht auf ein Attentat zurück.

Mexikos Präsident Felipe Calderón hat seinen wichtigsten Mitstreiter im Krieg gegen die Drogenkartelle verloren. Innenminister José Francisco Blake Mora kam am 11. November bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben. Es ist schon der dritte Innenminister, der in den vergangenen sechs Jahren auf diese Art sein Leben verlor: Am 21. September 2005 wurde Ramón Martín Huerta, Innenminister von Calderóns Amtsvorgänger Vicente Fox, ebenfalls bei einem Hubschrauberabsturz getötet. Am 4. November 2008 vollführte ein Learjet mit Innenminister Juan Camilo Mouriño an Bord eine Bruchlandung auf einer belebten Straße im Zentrum von Mexiko-Stadt. Kurioserweise bezog sich Blake Mora in seiner letzten Twitter-Meldung auf den drei Jahre zurückliegenden Tod seines Vorgängers.

Die Regierung wollte die Vorfälle stets als tragische Unfälle verstanden wissen. Im Fall des Absturzes des Learjets konnten Mutmaßungen über ein Attentat nie zum Schweigen gebracht werden. Auch der Tod von Blake Mora hatte in mexikanischen Medien eine Flut von Mutmaßungen zur Folge. Armeepiloten gaben zu bedenken, dass der havarierte Hubschrauber vom Typ Super Puma AS 332 kaum 700 Flugstunden hinter sich gehabt hätte, ein technischer Defekt sei beinahe ausgeschlossen. Hinzu kommt, dass der Pilot einer der erfahrensten Flieger Mexikos gewesen war.

Informationsminister Dionisio Rérez Jácomo jedoch wollte keinerlei Anzeichen für ein Attentat gelten lassen. „Weder die Drogenmafia noch irgendein anderer Grund als der eines Unfalls scheint die Ursache für den Absturz gewesen zu sein“, meinte er. Man sei sich sicher, dass der Pilot auf dem Flug von Mexiko-Stadt nach Cuernavaca wegen Nebels von der geplanten Route abgekommen und das Fluggerät dabei im hügeligen Land an einem Felsen aufgeprallt sei, sagte der Informationsminister. An der Untersuchung der Absturzursache würden auch Spezialisten aus den USA und Frankreich beteiligt sein. Eine lückenlose Aufklärung ist jedoch unmöglich: Es befand sich seltsamerweise kein Flugschreiber an Bord des Super Pumas.

Der 46-jährige Blake Mora war Calderóns rechte Hand im Kampf gegen die Drogenmafia, der in den vergangenen fünf Jahren über 45.000 Tote verursacht hat. In den besonders gewalttätigen Bundesstaaten Veracruz, Guerrero und Michoacán stand er persönlich an der Spitze der Militär- und Polizeieinsätze. Zudem war er dafür verantwortlich, den Präsidenten bei Kritik aus der Zivilgesellschaft und von Menschenrechtsorganisationen zu rechtfertigen.

Der Innenminister fungierte als Vermittler bei den Gesprächen zwischen dem Präsidenten und der Bewegung für Frieden in Gerechtigkeit und Würde, die sich seit Monaten mit landesweiten Demonstrationen und Protestmärschen gegen Calderóns ausschließlich militärischen Kampf gegen die Kartelle wendet.

Zuletzt hatte Blake Mora den Präsidenten Calderón gegen Anschuldigungen der Organisation Human Rights Watch in Schutz genommen. Die Menschenrechtsorganisation hatte in einem jüngst veröffentlichten Bericht systematische Menschenrechtsverletzungen angeprangert, die von der mexikanischen Armee begangen worden sein sollen und 170 Fälle von Folter dokumentiert. Folter, Verschwinden-Lassen und außergerichtliche Hinrichtungen hätten ein besorgniserregendes Ausmaß angenommen.






Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Die Tageszeitung“, taz.de

Schlagwörter: Mexiko, Innenminister, Absturz, Hubschrauber, Hubschrauberabsturz, Drogenkrieg, José Francisco Blake Mora, Mora, Felipe Calderón, Unfall, Attentat, Drogenmafia, Human Rights Watch, Folter, Menschenrechtsverletzungen