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Afghanistan: Raketenangriff auf Stammes-Gipfel

 
Meldung vom 18.11.2011

Mit allen Mitteln versuchen die Taliban, die derzeit tagende Stammesversammlung in Afghanistan zu behindern. Am zweiten Tag der traditionellen „Loja Dschirga“ haben die radikalislamischen Taliban Raketen auf den Ort des Treffens abgefeuert. Ein Passant wurde verletzt, wie das Innenministerium in Kabul angab. Die „Loja Dschirga“ diskutiert mehrere Tage in der afghanischen Hauptstadt über die zukünftige Zusammenarbeit mit den USA sowie über den angestrebten Versöhnungskurs mit den Rebellen.

Eine erste Rakete schlug im Westen der Stadt nahe des Hotels Intercontinental ein, wo die Beratungen der Stammesversammlung abgehalten werden. Eine zweite Rakete detonierte einige Kilometer weiter im Nordosten, wobei ein Mensch zu Schaden kam. Die Taliban teilten in einer SMS an die Nachrichtenagentur AFP mit, für den Raketenangriff auf die „Loja Dschirga“ verantwortlich zu sein. Nach Angaben des afghanischen Geheimdienstes NDS wurden die Raketen von zwei Männern abgeschossen, die anschließend ergriffen wurden.

Für das Treffen der rund 2.200 Stammesvertreter aus den 34 Provinzen des Landes wurden strengste Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Die Taliban haben die Konferenz trotz Einladung boykottiert und kündigten die Angriffe an. Bereits im vergangenen Jahr gingen Raketen auf die „Loja Dschirga“ nieder. Zwei afghanische Minister erklärten daraufhin ihren Rücktritt. Nach dem Angriff vom Donnerstag ließ sich jedoch niemand irritieren und die Beratungen wurden wie geplant weitergeführt.

Die „Loja Dschirga“ tagt noch bis Samstag über die Zukunft des Landes. Zur Eröffnung der Stammesversammlung am Mittwoch, den 16.11.2011, hatte der afghanische Präsident Hamid Karzai erklärt, sein Land sei damit einverstanden, sich nach dem Abzug der NATO-Truppen 2014 auf eine strategische Partnerschaft mit Washington einzulassen, stellte dafür aber „bestimmte Bedingungen“. Dabei steht auch eine mögliche weitere militärische Präsenz der USA am Hindukusch zur Debatte.

Russland äußerte Unzufriedenheit angesichts einer möglichen längerfristigen militärischen US-Präsenz in Afghanistan und unterstellte Washington, ein „geopolitisches“ Ziel zu verfolgen. Es sei für Russland unverständlich, wie der Truppenabzug bis 2014 mit den Plänen zur Einrichtung von US-Militärstützpunkten einhergehen solle, kritisierte der russische Außenminister Sergej Lawrow in Moskau. „Im Moment haben wir mehr Fragen als Antworten“, betonte er.

Die USA und die internationale Koalition konnten nach den Anschlägen vom 11. September 2001 mit der stillschweigenden Billigung Moskaus Transitrouten und Luftwaffenstützpunkte für die Versorgung der Truppen in Afghanistan in Ex-Sowjetrepubliken nutzen. „Uns wurde gesagt, dass hinter alldem kein geopolitisches Kalkül steckt“, bemerkte Lawrow. Russland gehe deshalb davon aus, dass diese Verpflichtung noch gültig ist.


Video-Beiträge zu diesem Thema

 Raketenangriff auf Kabul während Loja Dschirga




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „RP Online“, rp-online.de

Schlagwörter: Afghanistan, Raketen, Raketenangriff, Loja Dschirga, Dschirga, Stammestreffen, Stammesvertreter, Kabul, Hamid Karzai, Taliban, Drohung, Strategische Partnerschaft, USA, Luftwaffenstützpunkte, Transitrouten, Russland, Abzug