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Südsudan: Landminen – die tödliche Bedrohung

Meldung vom 07.12.2011

Unzählige Kinder im Südsudan sind durch amputierte Gliedmaßen von einem normalen Leben ausgeschlossen. Der Grund dafür sind Landminen. Die Hinterlassenschaften des langen Bürgerkriegs werden nur langsam beseitigt. Die südsudanesische Stadt Nimule befindet sich nur etwa 200 Kilometer von der Hauptstadt Juba entfernt an der Grenze nach Uganda. Bis 2004 nahm eine Fahrt zwischen den zwei Städten allerdings drei bis vier Tage in Anspruch. Mit dem Fahrrad war man am sichersten unterwegs. Der gesamte Südsudan war damals Kriegsgebiet. Auf diesem Boden wurde der Jahrzehnte andauernde Bürgerkrieg mit dem Norden ausgetragen. Überall waren Landminen vergraben – keiner kann schätzen, wie viele es immer noch sind.

Seitdem hat sich viel verändert: Der Südsudan ist unabhängig geworden. Doch die Landminen sind immer noch lebensbedrohlich – bis Mitte 2011 wurden in allen Regionen des Landes zusammen über 1.200 Verletzungen und mehr als 3.000 Todesfälle registriert. Das Minenräumungskoordinationszentrum der Vereinten Nationen (UNMACC) hat sich des Problems frühzeitig angenommen und bereits 2004, als ein erster Waffenstillstand geschlossen wurde, mit Räumungsaktionen begonnen.

Landminen bedrohen das Leben von Menschen, doch darüber hinaus sind sie ein großes Hindernis für jegliche Art der Entwicklung und des Transports. So waren beispielsweise die Transportkosten für Lebensmittellieferungen extrem hoch, da sie nur auf dem Luftweg in das Land gebracht werden konnten.

Dank einer Gemeinschaftsaktion der UN mit den Südsudanesen und anderen Hilfsorganisationen hat man es seit 2004 geschafft, bereits über 4.200 Panzerabwehrminen und 25.500 Antipersonenminen zu sichern und unschädlich zu machen.

Südsudans staatliche Minenräumungskommission (SSDC) hat 1.653 Gefahrenzonen lokalisiert, von denen Ende 2010 schon 559 von Minen befreit waren. Die Organisationen haben bis jetzt 20.047 Straßenkilometer wieder verkehrstüchtig gemacht – das entspricht 96 Prozent der als „kontaminiert“ eingestuften Strecken.

140 speziell dafür ausgebildete Soldaten haben außerdem die 446 Kilometer lange Bahnstrecke zwischen Wau und Babanusa in weniger als fünf Monaten wieder für den Zugverkehr öffnen können. Außer der Infrastruktur sind aber auch über 1.000 km² Fläche von Landminen geräumt und wieder für die lokalen Dorfgemeinschaften zur Besiedelung eröffnet worden.

Für die sichtbaren Erfolge hat die UN viel Geld investiert. Seit 2005 zahlen die Vereinten Nationen jährlich 43 Millionen US-Dollar an die involvierten Organisationen aus. Außer der Minenräumung werden auch Präventivmaßnahmen zur Aufklärung über die Gefahren von Minen und Programme zur Unterstützung von Minenopfern bezahlt. Im Gegenzug können aber auch schon finanzielle Einsparungen festgestellt werden: Die Transportkosten haben sich um 40 Prozent verringert und die Zahl der Unternehmensgründungen ist um 65 Prozent nach oben geklettert – nicht nur, aber auch ein Erfolg der Minenräumungen.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: africa-travel.de

Schlagwörter: Sudan, Landminen, Minenräumungskommission, Räumung, UN, Nimule, Juba, Transport, Verkehr, Straßen, Bahnstrecke, Panzerabwehrminen, Antipersonenminen