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Südsudan: Grenzkonflikte spitzen sich zu

Meldung vom 15.12.2011

Die Grenzkonflikte zwischen Nord- und Südsudan spitzen sich wieder zu. Darunter hat nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) besonders die Zivilbevölkerung zu leiden. Die Organisation wandte sich deshalb an den Weltsicherheitsrat, der jetzt Druck ausüben soll, damit humanitäre Helfer freien Zugang zu Notleidenden bekommen. Derzeit würden Hilfsbemühungen in der Regel blockiert oder völlig zurückgewiesen.

„Es ist ein Skandal, dass der Weltsicherheitsrat seit der Eskalation des Bürgerkrieges in den Provinzen Südkordofan und Blauer Nil im Juni 2011 weitgehend untätig geblieben ist“, ärgerte sich GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius. „Wenn schon keine Friedensinitiativen entwickelt werden, dann muss wenigstens darauf bestanden werden, dass die Bürgerkriegsparteien das humanitäre Völkerrecht beachten.“ UN-Generalsekretär Ban Ki Moon informiert den Weltsicherheitsrat jetzt über die Lage im Sudan.

Seit der letzten Sudan-Resolution des Weltsicherheitsrates vom 29. Juli 2011 habe sich die Lage dramatisch verschlechtert, sagte die GfbV. Inzwischen hätten nach Informationen der UN in Südkordofan und dem Blauen Nil rund 417.000 Menschen die Flucht ergriffen. 50.000 Bürgerkriegsflüchtlinge hätten sich im benachbarten Südsudan in Sicherheit gebracht. 30.000 von ihnen seien aus der Provinz Blauer Nil verdrängt worden, etwa 20.000 aus Südkordofan. Nach Äthiopien hätten sich 36.000 Menschen geflohen.

Bis zum Jahresende werde sich die Zahl der in den Nachbarländern um Asyl suchenden Bürgerkriegsflüchtlinge auf mehr als 100.000 Menschen erhöhen, schätzt die GfbV. Allein in der Provinz Oberer Nil im Südsudan kämen täglich 650 neue Flüchtlinge aus der umkämpften Region Blauer Nil an. „Die Fluchtbewegung wird noch weiter zunehmen, weil die Bauern aufgrund des Krieges keine Nahrungsmittel anbauen können und die Versorgung der Zivilbevölkerung immer schwieriger wird“, weiß Delius.

Offiziell gestatte die sudanesische Regierung aus „Sicherheitsbedenken“ unabhängigen humanitären Helfern nicht, in die Bürgerkriegsgebiete vorzudringen. „Doch dies ist ein vorgeschobenes Argument, da auch in offiziell befriedeten Landesteilen des Sudan regelmäßig humanitäre Helfer entführt oder Opfer anderer Übergriffe werden“, betont Delius. „Die sudanesischen Behörden wollen ohne lästige Augenzeugen Krieg führen und verletzen daher grundlegende Regeln des humanitären Völkerrechts. Hilfe für die notleidende Zivilbevölkerung zu verweigern ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und kann vom Internationalen Strafgerichtshof geahndet werden.“




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Entwicklungspolitik Online“, epo.de

Schlagwörter: Südsudan, Blue Nil, Südkordofan, Grenzregion, Krieg, Bürgerkrieg, Flüchtlinge, Asyl, Kriegsverbrechen, Weltsicherheitsrat, Völkerrecht