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Südafrika: Frau bei Andrang zur Uni-Anmeldung zu Tode gequetscht

 
Meldung vom 11.01.2012

Bildung bedeutet in Südafrika oft der einzige Ausweg aus Armut und Arbeitslosigkeit. Daher gibt es an der Universität von Johannesburg einen enormen Andrang für Studienplätze. Die Hoffnung auf einen Studienplatz für ihren Sohn hat eine Frau in Südafrika das Leben gekostet. Mit gut 6.000 Wartenden geriet sie in das Zentrum des Gedränges vor einem Tor der Uni von Johannesburg. Als die Bewerbermassen losstürmten, wurde sie erdrückt.

Beim Ansturm auf ein Restkontingent an Studienplätzen der Universität von Johannesburg ist eine Frau getötet worden. Als am Morgen Tausende Bewerber und ihre Eltern auf einen Campus der Hochschule stürmten, wurde die Mutter eines Bewerbers von der Menschenmenge erdrückt.

Gut 6.000 Menschen hatten teilweise die Nacht vor dem Tor des Bunting-Road-Campus verbracht, um sich einen der raren Studienplätze zu sichern. In der Menschenmasse wurden mindestens 17 Menschen verletzt, einige schwer.

Die Universität hatte veröffentlicht, für das im Februar beginnende Studienjahr 2012 noch einige hundert Bewerber mit besonders guten Noten zum Studium aufzunehmen. Die Universität von Johannesburg gehört zu den wenigen Hochschulen in Südafrika, die nach Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse der Schulen im Januar noch Bewerber zulassen. Regulär ging die Bewerbungsfrist im Juni zu Ende.

Die Nachricht, dass weitere Schulabgänger sich bewerben dürfen, hatte die Uni per SMS und eMail verbreitet. Daraufhin machten sich Tausende zum Campus auf. „Wir brauchen Bildung. Wir müssen uns einschreiben. Wir mussten da rein“, berichtete Wilson Matiba, der sich für das Fach Zoologie bewerben wollte. „Wir drängten zu den Toren und Menschen stürzten. Wir konnten nicht anhalten.“ Die 19-jährige Zamantungwa Kumbo schilderte die Situation: „Ich wurde ohnmächtig und verlor meine Schuhe. Leute traten und liefen über mich hinweg.“

Die Situation an Südafrikas Universitäten ist seit langem extrem. Nach dem Ende der Apartheid vor 20 Jahren sind sie sowohl für Weiße als auch für Schwarze offen. Viele Schwarze betrachten das Studium als den einzigen Weg aus Armut und Arbeitslosigkeit, doch die staatlichen Hochschulen sind für die Bewerbermassen nicht ausgestattet. Zehntausende erhalten jedes Jahr eine Abfuhr.

Die Studentenorganisation Union of South African Students verlangte von der Regierung, den Bau neuer Universitäten schneller vorwärts zu treiben. Für die 11.000 Erstsemester-Plätze der Universität hatten sich nach Angaben der Hochschule bis Ende 2011 bereits rund 85.000 Bewerber gemeldet. Im Januar seien noch einmal 7.000 Nachzügler dazugestoßen. Weitere Bewerbungen will die Uni nun nicht mehr bewilligen. Das gab sie auf ihrer Website an. Es sei „ein trauriger Tag in der Geschichte“, an dem eine Mutter ihr Leben verloren habe, die ihrem Sohn zu einer Hochschulbildung und damit einem besseren Leben verhelfen wollte, bedauert ein Leiter der Universität.


Video-Beiträge zu diesem Thema

 Gedränge vor der Universität in Johannesburg




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Spiegel Online“, spiegel.de

Schlagwörter: Südafrika, Universität, Bildung, Andrang, Menschenmasse, Einschreibung, Studiumsplatz, Gedränge, erdrückt, zu Tode, Erstsemester, Johannesburg, Bewerber, Bunting-Road-Campus