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Mexiko: Weg von den Müllhalden

Meldung vom 16.01.2012

Mexiko will von seinen riesigen Müllhalden loskommen. Deswegen wurden in Mexiko-Stadt nun die ersten Halden geschlossen. Über eine effektive Recycling-Infrastruktur verfügt das südamerikanische Land noch nicht. Häufig stapelt sich der Müll auf Halden und Deponien und vergiftet Umwelt und Menschen.

Besonders in Entwicklungsländern ist Recycling noch ein Fremdwort und vielerorts leben Menschen neben oder sogar auf Deponien und beziehen durch den Müll ihren Lebensunterhalt, indem sie die Abfallberge nach Wiederverwertbarem durchkämmen. Weil hygienische Richtlinien für Mülldeponien fehlen, sind diese Menschen ungeschützt den Giften und Bakterien der Halde ausgesetzt. Allmählich wird nun Widerstand gegen diese Zustände laut.

So hat die Verwaltung von Mexiko-Stadt zum Jahresende eine der weltweit größten Mülldeponien der Millionenmetropole dicht gemacht und abgeriegelt. Die rund 700 Müllabfuhrwagen dürften keinen Abfall mehr auf die Halde „Bordo Poniente“ abladen, teilte der Regierungsvertreter Juan José García Ochoa mit.

Stattdessen würde der Abfall künftig einer auf demselben Gelände untergebrachten Recycling- und Kompostanlage zugeführt. Mexiko-Stadt habe sein Müllaufkommen von einst 12.700 Tonnen pro Tag im vergangenen Jahr um die Hälfte verringern können, sagte Ochoa. Auf „Bordo Poniente“ ragen bisher mehr als 76 Millionen Tonnen Müll in die Höhe.

Die Stadtverwaltung ist ehrgeizig: Sie will das Abfallmanagement grundlegend erneuern und zum umweltfreundlichsten in ganz Lateinamerika machen. Das dürfte eine gewagte Unternehmung werden, denn viele der Großstädte, die sich durch eine hohe Recycling-Rate auszeichnen, begannen vor Jahrzehnten mit der Umsetzung eines umweltfreundlicheren Abfallsystems.

Ungeklärt ist auch das Schicksal der Müllsammlerfamilien, die auf der Müllhalde „Bordo Poniente“ ihr Dasein fristen. Sie ernährten sich über Generationen hinweg von dem Erlös aus Glasflaschen, Plastic-Kisten und Kleidern aus dem Müll. In den vergangenen dreißig Jahren hat Mexiko-Stadt eine Müllkippe nach der anderen abgeriegelt und die Haldenbewohner jeweils in Häuser in der Nähe umgesiedelt.

Im Vergleich dazu sind die westlichen Industriestaaten nach wie vor die größten Abfallproduzenten, auch wenn sie über ein gutes Recycling–System verfügen. Weltweit gelten die Amerikaner als größte Müllproduzenten der Erde. Ein Amerikaner verursacht pro Tag rund 2 Kilogramm Abfall. Die Hälfte davon wird wiederverwertet, die andere Hälfte endet auf Deponien.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Neue Zürcher Zeitung, NZZ Online“, nzz.ch

Schlagwörter: Mexiko, Müll, Müllhalde, Mexiko-Stadt, Recycling, Wiederverwertung, Müllsammler, Haldenbewohner, Mülldeponien, Abfallsystem, Umwelt, Umweltverschmutzung, Bordo Poniente