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Indien: Hohe Müttersterblichkeit wegen Mangelernährung

Meldung vom 13.03.2012

Jeden Tag sterben weltweit rund 1.000 Frauen an den Folgen einer Schwangerschaft oder Geburt. Vor allem in Entwicklungsländern ist die hohe Müttersterblichkeit tragisch, denn sie müsste nicht sein. Indien arbeitet nun mit Forschern aus den USA zusammen, um Maßnahmen gegen das Problem zu finden. Eine Lösung könnten mit Eisen angereicherte Bananen bieten.

Die Müttersterblichkeit in Indien ist besonders hoch. Als Hauptursache dafür wurde Blutarmut in Folge von Eisenmangel diagnostiziert – eine sogenannte Eisenmangelanämie. Forscher in den USA wollen nun in Zusammenarbeit mit indischen Wissenschaftlern einen Ausweg schaffen und versuchen, die Müttersterblichkeitsrate zu senken – indem sie Bananen züchten, die reich an Eisen sind. Eisen ist die Grundlage für die Bildung von Blut.

Dazu sollen neue Stämme von Bananen gezüchtet werden, wie Forscher der University of Technology in Queensland gemeinsam mit indischen Kollegen erklärten. Die indische Regierung will das Projekt die nächsten vier Jahre unterstützen. Die Leitung des Projektes übernimmt Professor James Dale, Experte für tropische Nutzpflanzen, gemeinsam mit der indischen Wissenschaftlerin Rakesh Tuli, die das Programm in Indien durchführen wird.

„Eisenmangelanämie ist ein großes Problem für schwangere Mütter, besonders während der Geburt“, weiß Dale. Eisenmangel sei ein alltägliches Problem in Indien, da sich viele Menschen vegetarisch ernähren und es für sie nicht einfach sei, genügend Eisen mit den täglichen Nahrungsmitteln aufzunehmen.

„Eisenreiche Bananen, die in Indien ein wichtiger Bestandteil der Ernährung sind, könnten zur Lösung des Problems beitragen“, stellt Professor Dale fest. Nach der ersten, vierjährigen Entwicklungsphase könne es noch weitere fünf Jahre dauern, bis die Bananen bereit seien, dass sie an indische Bauern ausgegeben werden können, erklärt der Forscher.

Die indischen Wissenschaftler sind von dem Projekt sehr angetan und baten die Amerikaner, ihnen bei der Entwicklung eisenreicher Bananen zu helfen. Renu Swarup vom indischen Departement für Biotechnologie sagte, die indische Regierung werde dieses Forschungsprojekt mit Interesse begutachten. „Dies ist das erste landwirtschaftliche Projekt Indiens dieser Art, das mit einem anderen Land zusammen unternommen wird. Es bedeutet uns sehr viel.“

Sie machte zudem darauf aufmerksam, dass der Eisenmangel nicht nur mit dem weit verbreiteten Vegetarismus, sondern mit der schlechten Ernährung insgesamt zusammenhänge. „In allen Entwicklungsländern ist das ein Problem“, erklärt sie. Besonders im südlichen Teil Indiens werden Bananen als ein sehr wichtiges Nahrungsmittel angesehen. „Sie werden eine wichtige Rolle im Kampf gegen den Eisenmangel spielen.“




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „n-tv“, n-tv.de

Schlagwörter: Indien, Müttersterblichkeit, Schwangerschaft, Geburt, Mangelernährung, Eisenmangel, Anämie, Vegetarier, Blutarmut, Bananen, Züchtung, USA, Eisen, Nahrung, Hunger