Unser Service für Sie


 [ » Newsletter ]

[ » zum Kontakt-Formular ]

[ » Material bestellen ]

[ » Geschenke bestellen ]



Videos aus unseren Projekten finden Sie auf unserem Youtube-Kanal.
[ » Gebende Hände – Youtube-Kanal ]


Wenn Sie Kunde von Amazon sind, können Sie Gebende Hände bei jedem Einkauf unterstützen – jedes Mal mit 0,5% des Kaufpreises. [ » Ja, das will ich.]


Südsudan: Seit Tagen Luftangriffe

Meldung vom 28.03.2012

Südsudan und Nordsudan verstricken sich immer mehr in Kämpfe um die Ölregion entlang der Grenze der beiden Länder. Die Spirale des Krieges dreht sich derzeit unaufhaltsam abwärts. In den wichtigen Ölfördergebieten werden nun den zweiten Tag in Folge Luftangriffe der nordsudanesischen Armee geflogen und es ist auch zu Bodengefechten gekommen. Der Südsudan und Khartum haben sich in eine gefährliche Kraftprobe gestürzt. Die Kämpfe dementieren alle Bemühungen um Aussöhnung.

Sudan und Südsudan befinden sich am Abgrund eines Krieges. Am zweiten Tag in Folge bombardierte Sudans Luftwaffe gestern Orte im Südsudan, nachdem Südsudans Regierung zugegeben hatte, sie habe Truppen in den Norden entsandt. Es sei auch zu Gefechten zwischen Bodentruppen gekommen, teilte Südsudans Generalstabschef Philip Aguer in der Hauptstadt Juba mit.

Die Kämpfe werden in der wichtigsten Ölregion der beiden Länder ausgetragen, die vom südsudanesischen Bundesstaat Unity bis zum Ölfeld Heglig auf der Nordseite der Grenze im Bundesstaat Südkordofan führt.

Ob die Truppen der im Süden regierenden ehemaligen Befreiungsarmee SPLA (Sudanesische Volksbefreiungsarmee) jetzt tatsächlich, wie es in Juba hieß, das Heglig-Ölfeld erobert hatten, blieb noch unklar. Berichte aus der Region bezeugen, die SPLA-Stellungen hätten sich noch sechs Kilometer entfernt positioniert. Aus südsudanesischer Sicht nennt sich das alles „Selbstverteidigung“, nachdem zuvor Sudans Armee über die Grenze nach Süden einmarschiert war.

Die militärische Konfrontation zerstört internationale Anstrengungen um eine Annäherung der verfeindeten sudanesischen Teilstaaten. Sudans Präsident Omar Hassan al-Baschir sollte am 3. April nach Juba reisen, um unter UN-Schirmherrschaft mit seinem südsudanesischen Amtskollegen Salva Kiir über die Umsetzung einer im März ausgehandelten Friedensvereinbarung zu verhandeln. Die Reise wurde jedoch abgesagt.

Nach der Unabhängigkeit des Südsudans im Juli 2011 brachen schwere Kämpfe in den Nuba-Bergen in der Provinz Südkordofan aus, deren Bewohner mit der SPLA gegen Sudans Regierung vorgegangen waren, nun aber weiter im Territorium Sudans verblieben. Sudan beschuldigt den Südsudan, die Nuba-Rebellen zu unterstützen, während Südsudan sowie Hilfswerke darauf verwiesen, dass in den Bergen Kriegsverbrechen verübt werden. Die Rebellen in Südkordofan haben sich mit denen Darfurs zur „Sudanesischen Revolutionären Front“ (SRF) vereinigt. Sudan ist der Ansicht, dass die SRF ein verlängerter Arm Südsudans im Norden ist.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Die Tageszeitung“, taz.de

Schlagwörter: Südsudan, Krieg, Öl, Ölregion, Luftangriffe, Bombardierung, Grenzregion, Juba, Karthum, Kriegsverbrechen, Nuba-Rebellen, Nuba-Berge, Dafur, Süd-Kordofan, UN, Aussöhnung, Gespräche, SPLA, Befreiungsarmee, Bodengefechte, Heglig, Salva Kiir, Omar al-Baschir