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Indien: BRICS – Die neuen Wirtschaftsmächte treffen sich in Neu-Delhi

 
Meldung vom 29.03.2012

In Neu-Delhi findet eine Konferenz der neuen Wirtschaftsmächte statt. Fast die Hälfte der Menschheit stammt aus den fünf sogenannten BRICS-Ländern. Das allein dürfte schon ausreichen, um zu unterstreichen, wie bedeutsam das Treffen der heranwachsenden Wirtschaftsstaaten in Neu-Delhi ist. An Selbstvertrauen fehlt es den Staaten jedenfalls nicht.

BRICS – das Wort besteht aus den Anfangsbuchstaben der Länder Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Gleichzeitig ist „bricks“ das englische Wort für Ziegelsteine – was irgendwie auch zum Thema passt. Denn die Länder, allesamt boomende Wirtschaftsnationen, nehmen im Grunde schon jetzt für sich in Anspruch, eine feste Mauer zu bilden, auf der die Weltwirtschaft ruht. Jedenfalls zum Teil.

„Die BRICS-Länder bieten die Chance, neue Wachstums-Pfosten in einer mehrpoligen Welt zu bilden. Das haben sie schon während der globalen Wirtschaftskrise vorgeführt, als sie eine wichtige Rolle dabei spielten, der Welt wieder aus dem Schatten dieser Krise zu helfen“, erklärt Sudhir Vyas vom indischen Außenministerium. Gerade die Asiaten, China und Indien, treten auf internationaler Bühne mittlerweile stolzgeschwellt auf, da sie über Jahre das heimische Wirtschaftwachstum zum Gedeihen brachten. Im Falle Indiens etwa betrug dieses bis zum Krisenjahr 2008 stabil fast neun Prozent jährlich.

Es sind also ohne Frage heranwachsende oder herangewachsene Wirtschafts-Giganten, die da in Delhi zusammentreffen – die sich denn auch unter einem nicht ganz anspruchslosen Motto zur Konferenz einfanden: „Eine BRICS-Partnerschaft für globale Stabilität, Sicherheit und globalen Wohlstand“, sagt Vyas. „Die Länder führt die gemeinsame Fähigkeit und der gemeinsame Wille zusammen, untereinander und mit dem Rest der Welt an nachhaltigen und echten Lösungen von regionalen und globalen Problemen zu arbeiten.“

Bildet sich da also eine neue asiatisch-afrikanisch-südamerikanische Partnerschaft, vor der sich der Rest der Welt – womit wohl auch der Westen gemeint ist – besser fürchten sollte? Respekt haben sollte man vor den Ländern in jedem Fall. Trotzdem finden Experten in der vermeintlich aus „bricks“ bestehenden Wand durchaus Löcher. Auf ein wirklich geschlossenes Vorgehen hätten sich diese fünf Länder bislang nicht verständigen können, meint Wirtschaftswissenschaftler Akshay Matur. Das einzige Leuchtturm-Projekt, für das sie sich wirklich einsetzen, sei die Schaffung einer gemeinsamen Bank, die als Gegenpol zur Weltbank fungieren soll.

„Letztlich hängt alles davon ab, wie viel Geld wir für so eine Bank zur Verfügung haben“, meint Matur. „Es ist die einzige kreative Idee, mit der die BRICS-Länder bisher aufgewartet haben. Aber gleichzeitig geben die einzelnen Staaten ja Geld an die Weltbank und den Internationalen Währungsfonds. Es ist also nicht so, dass da Kapital übrig wäre für noch eine Bank.“

Ein weiteres Problem bremst die Entwicklung der BRICS ebenfalls: Alle Länder haben die Finanzkrise zu spüren bekommen. Alle müssen derzeit auf diesem Gebiet kämpfen. Nun mag, wenn man Indien als Beispiel heranzieht, ein erwartetes Wirtschaftswachstum für das laufende Finanzjahr von 6,9 % fantastisch klingen. Es ist jedoch viel zu klein, um die Erfolgsstory auf gleicher Ebene fortzusetzen.

Und was besonders wichtig ist: Das Wachstum in Indien ist zu geringfügig, um die immer noch offiziell rund 350 Millionen, die unter der Armutsgrenze ihr Dasein fristen, darüber zu heben. „Wir stolpern immer wieder über die Forderung, dass wir als Gruppe doch eine größere Rolle in der Welt spielen sollten. Aber wenn wir selber nicht stark sind, haben wir auch keine Möglichkeit, genau das zu tun“, gibt Matur zu bedenken.

Eines ist klar: Die BRICS-Länder sind mittlerweile bedeutsam genug, dass der Westen jeden ihrer Schritte ganz genau beobachtet. Dabei ist auch das Treffen in Neu-Delhi im Fokus.






Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „ARD-Nachrichten online“, ard.de

Schlagwörter: Indien, BRICS, Konferenz, Neu-Delhi, Weltwirtschaft, Weltbank, Internationaler Währungsfonds, Finanzkrise, Partnerschaft, Gegenpol, Wirtschaftswachstum, Wohlstand, Armut, Armutsgrenze, Asien, Wirtschaftsmacht