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Somalia: Attentat im Theater – Regierungschef knapp entkommen

 
Meldung vom 05.04.2012

Nur knapp konnte der Regierungschef von Somalia einem Selbstmordattentat im Theater in Mogadischu entgehen. Es ist eine Tragödie: Erst vor wenigen Tagen wurde das zerschossene und einer Ruine gleichende Nationaltheater in Mogadischu wiedereröffnet. Doch schon wenige Tage später wird dieser Neubeginn zunichte gemacht. Bei einer Zeremonie im Nationaltheater, an der dem ranghohe Politiker und andere wichtige Personen teilnahmen, hat eine Frau einen Sprengstoffgürtel gezündet. Unter den sieben Toten befinden sich zwei hohe Sportfunktionäre.

Somalias Regierungschef Abdiweli Mohamed Ali konnte dem Attentat nur knapp entgehen. Ali und sieben seiner Minister blieben unversehrt, als eine Frau einen Sprengsatz detonieren ließ. Regierungschef Ali hielt vor rund 200 geladenen Gästen eine Rede, als die Frau den Sprengstoffgürtel zündete.

Der Sprecher des Regierungschefs gab später an, unter den Toten seien der Präsident des Somalischen Olympischen Komitees, Aden Yabarow Wiish, und der Chef des nationalen Fußballverbandes, Said Mohamed Nur. Mehrere Verletzte wurden in ein Krankenhaus transportiert, „vier oder fünf“ sind noch in Lebensgefahr.

Bei der Veranstaltung wurde die Gründung des somalischen TV-Satellitennetzwerks vor einem Jahr gefeiert. Das Nationaltheater war im März wiedereröffnet worden, nachdem es wegen des Bürgerkriegs 20 Jahre lang nicht in Betrieb war.

Ein Sprecher der Al-Schabaab-Miliz teilte mit, der Anschlag sei von einer „Sympathisantin“ verübt worden. „Die Tat wurde von Leuten ausgeführt, die Al-Schabaab unterstützen“, erklärte der Sprecher in einem den Rebellen nahestehenden Radiosender.

Im August hatte die Al-Schabaab-Miliz ihre festen Stellungen in Mogadischu verlassen. Seitdem geht sie nach der Guerilla-Taktik vor und terrorisiert die Stadt immer wieder mit Anschlägen. Die Miliz streitet mit aller Kraft gegen die vom Westen unterstützte Übergangsregierung und im Land stationierte Truppen der Afrikanischen Union.

Die getöteten Sportfunktionäre hatten vor einer Woche das Sportstadion von Mogadischu besichtigt, das derzeit neu aufgebaut wird. „Wenn die Bauarbeiten fertig sind und die Sicherheit wieder vollständig hergestellt ist, werden wir hier internationale Spiele ausrichten können“, so die Vision des Fußball-Verbandschefs.

Die Al-Schabaab-Miliz hatte das Stadion für Schießübungen und Steinigungen genutzt, bevor Truppen der Afrikanischen Union es im vergangenen Jahr erobern konnten. Das Stadion wurde von den Truppen zunächst als Stützpunkt genutzt, später wurde es der Regierung überantwortet.


Video-Beiträge zu diesem Thema

 Al-Shabaab bekennt sich zu Anschlag in Mogadischu




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Die Zeit Online“, zeit.de

Schlagwörter: Somalia, Selbstmordattentat, Frau, Al-Schabaab, Theater, Nationaltheater, Regierungschef, Abdiweli Mohamed Ali, Sprengstoffgürtel, Präsident des Somalischen Olympischen Komitees, Chef des nationalen Fußballverbandes, Tote, Sportstadion, Aden Yabarow Wiish, Said Mohamed Nur