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Somalia: Täglicher Kampf ums Überleben

Meldung vom 04.08.2008

In Somalia leben etwa sieben Millionen Menschen; über 70 Prozent von ihnen haben weder Zugang zu Medikamenten noch zu sauberem Trinkwasser. Auf diese alarmierende Situation in dem ostafrikanischen Staat machte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen in Berlin aufmerksam.

Etliche Hilfsorganisationen arbeiten in diesen Krisengebieten, um eine – wie die UN es einschätzten – Hungersnot vom Ausmaß jener in Äthiopien Anfang der 90er Jahre zu verhindern, bei der Hunderttausende starben.

In Somalia aber wird die Lage für die Durchführung von Hilfsprojekten aufgrund des mittlerweile 17 Jahre andauernden Bürgerkrieges zwischen zwischen zahlrichen Splittergruppen immer unsicherer. In den vergangenen Monaten hat sich die Situation dramatisch verschlechtert. Mitarbeiter von Hilfsorganisationen werden täglich mit Schießereien, Granateneinschlägen und Vertreibungen konfrontiert, was zur Einstellung ihrer Projektarbeit in den Städten Kismayo und Bossasso führte.

Nach Angaben von Frank Dörner, Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen, zwingt die Gewalt, unter der die Somalis leiden und vor der sie fliehen, auch die Helfer zum Rückzug. Bei einem gezielten Anschlag in Kismayo verlor die Organisation im Januar drei ihrer Mitarbeiter. Vor wenigen Wochen wurde der stellvertretende Direktor der Organisation Hilfe für Alle, Mohamed Kheire, von unbekannten Rebellen in der Hauptstadt Mogadischu getötet, wo sich die Gewalt besonders ausbreitet.

Schon seit 1991, seit dem Ende des autoritären Regimes von Siad Barre, gibt es keine funktionierende Regierung mehr im Land, was den vielschichtigen Konflikt zwischen den Clans verstärkt und eine generelle Anerkennung der Hilfsorganisationen und somit die Versorgung tausender Gewaltopfer unmöglich gemacht hat. Im vergangenen Jahr griffen äthiopische Truppen ein und halfen der somalischen Übergangsregierung, islamische Rebellen zu vertreiben.

Wegen dieser für die Hauptstadtbewohner lebensgefährlichen Situation sind in den vergangenen zwei Monaten mehr als 33.000 Menschen geflüchtet. Sie müssen nun außerhalb der Stadt in selbst gebauten, provisorischen Hütten leben, die keinerlei Schutz vor Regen bieten. Außerdem breiten sich wegen der katastrophalen hygienischen Bedingungen Durchfallerkrankungen, Malaria und Tuberkulose rasch aus.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Der Tagesspiegel“, tagesspiegel.de