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AIDS-Konferenz in Mexiko: Kinder erhalten zu wenig Medikamente

Meldung vom 08.08.2008

270.000 Kinder sind vergangenes Jahr an AIDS gestorben. Die Pharma-Industrie bemüht sich nicht um die Entwicklung von speziellen Medikamenten für Kinder. Experten sagen eine Abwanderung von Forschern aus Entwicklungsländern voraus.

An AIDS erkrankte Kinder müssen sterben, weil es zu wenige spezielle AIDS-Medikamente für sie gibt. Anlässlich der derzeit in Mexiko Stadt stattfindenden 17. AIDS-Konferenz forderte die Organisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) eine angepasste Therapie. „In den entwickelten Ländern werden so wenige Kinder mit HIV geboren, dass die Forschung an Kindermedikamenten für Pharmaunternehmen keine Priorität hat“, kritisierte Karen Day, pharmazeutische Koordinatorin der MSF-Medikamentenkampagne.

Zudem warnten Experten davor, dass medizinische Fachkräfte aus Entwicklungsländern auswanderten, da sie in den Industriestaaten höhere Gehälter bekämen. Die rund 22.000 Teilnehmer der Konferenz, an der auch Prominente wie der frühere US-Präsident Bill Clinton und die Sängerin Annie Lennox teilnahmen, haben vor allem die Situation in den Entwicklungsländern zum Schwerpunkt gemacht. In den Entwicklungsländern leben etwa 90 Prozent der geschätzten 33 Millionen HIV-Positiven der Welt.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon wandte sich an die reichen Staaten mit der Aufforderung, die Zusagen der Vereinten Nationen und der G8 einzuhalten und bis 2010 einen allgemeinen Zugang zu Medikamenten zu gewährleisten. Dieses Ziel habe zwar, so Pedro Cahn, Präsident der Internationalen AIDS-Gesellschaft, wenig Aussicht auf Erfolg, aber man müsse es versuchen.

Ein Ende der Epidemie sei „nirgends in Sicht“, bemängelte der Direktor des Programms UNAIDS, Peter Piot. Laut wissenschaftlicher Forschungsergebnisse für das Medizinmagazin „The Lancet“ würden 90 Prozent der gefährdeten Menschen weltweit von den wichtigsten Präventionsprogrammen nicht erreicht. Damit versage die Vorbeugung auf breiter Front.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Die Presse“, diepresse.com