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Global: Wo Kinder gefoltert werden – „Die Liste der Schande“

 
Meldung vom 13.06.2012

Jährlich gibt die UN die „Liste der Schande“ heraus und legt offen, in welchen Ländern Kinder systematisch gefoltert, missbraucht und getötet werden. In ihrem Jahresbericht 2012 beschreibt die UN, was Kindern in Konfliktgebieten angetan wird – und entlarvt auch die Täter.

Auf 51 Seiten verzeichnet die UN in einem Jahresbericht, was Kinder vergangenes Jahr in Krisengebieten erleiden mussten. Es ist ein Blick in menschliche Abgründe. In 23 Ländern wird in Konflikten und Kriegen sogar vor den kleinsten Kinder nicht Halt gemacht.

In Afghanistan wurden beispielsweise vergangenes Jahr 316 Kinder von Islamisten verschleppt und etliche zu Selbstmordattentätern gedrillt, hauptsächlich von den Taliban. 11 Kinder, darunter ein 8-jähriges Mädchen, rissen sich und andere Menschen bei einem Suizidanschlag in den Tod. Auch die Regierungstruppen gehen laut UN brutal mit Kindern um. In Militärgefängnissen sitzen 204 Jungen ein, darunter ein Zehnjähriger. Sie wurden geschlagen, mit Elektroschocks gefoltert und ihnen wurde sexuelle Gewalt angedroht.

Im Land wurden 2011 insgesamt 1.325 Kinder umgebracht, 110 davon bei Luftangriffen. Weil sie die Ausbildung von Mädchen nicht tolerieren, brannten die Taliban Schulen nieder, töteten Lehrpersonal und schütteten kleinen Mädchen Säure ins Gesicht, woran diese starben oder lebenslang stigmatisiert wurden. Auch Krankenhäuser wurden angegriffen.

Große Sorge äußerte die UN angesichts der Situation von Kindern in Zentralafrika – in der Zentralafrikanischen Republik, der Demokratischen Republik Kongo, Südsudan und Uganda. Hunderte Kinder wurden von der Lord’s Resistance Army des gesuchten Kriegsverbrechers Joseph Kony verschleppt, Dutzende verstümmelt und getötet. Kony hält derzeit noch zwischen 300 und 500 Kindersoldaten in seiner Gewalt. Etliche dieser Kinder waren genötigt worden, ihre eigenen Angehörigen zu ermorden.

In Somalia brachten die Al-Schabaab-Milizen 950 Kinder in ihre Gewalt, um sie zu Kindersoldaten zu erziehen. Tausende Kinder fielen 2011 Opfer dem somalischen Bürgerkrieg zum Opfer. „Die Todesursache bei Kindern unter 5 Jahren waren Verbrennungen, Brustverletzungen und innere Blutungen, verursacht durch Explosionen, Schrapnell und Kugeln“, stellt der UN-Bericht schonungslos fest. Hunderte Kinder wurden zudem vergewaltigt und sexuell missbraucht. Schockierende Berichte darüber, dass Al-Schabaab-Kämpfer Mädchen als Sexsklavinnen missbrauchen, scheinen sich zu bestätigen.

Im Brennpunkt der UN stand am Dienstag, 12.06.2012, das syrische Regime. Sie habe „selten solche Brutalität gesehen“, wie sie die syrische Armee Kindern zufüge, bezeugte die UN-Beauftragte für Kinder in bewaffneten Konflikten, Radhika Coomaraswamy in New York. In Syrien würden „Mädchen und Jungen eingesperrt, gefoltert und getötet“, prangerte Coomaraswamy die Täter an. Das Militär platziere etwa Kinder im Alter von nicht einmal zehn Jahren vorn in Busse, mit denen Soldaten zu Einsätzen transportiert würden. Zum Teil würden Minderjährige vor Angriffen auf Ortschaften regelrecht eingesammelt, um sie dann als „menschliche Schutzschilde“ in Anspruch zu nehmen.

Seit 2005 werden Verbrechen an Kindern in Konfliktgebieten systematisch registriert und dokumentiert. Mit der UN-Resolution 1612 wurde eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um Kinder während bewaffneten Konflikten besser in Schutz zu nehmen und die Straflosigkeit von Tätern zu bekämpfen. Festgehalten werden die folgenden Verbrechen an Kindern: Töten oder Verstümmeln, Rekrutierung als Kindersoldaten, Vergewaltigung und andere Formen sexueller Gewalt, Entführungen, Angriffe auf Schulen und Spitäler sowie die Boykottierung von humanitärer Hilfe.

Parteien, die sich wiederholt der Kriegsverbrechen schuldig machen, werden zudem auf der sogenannten „Liste der Schande“ angeführt. Auf der Liste des jetzigen UN-Berichts wurden 52 Gruppierungen erfasst, unter anderem die Taliban, die Lord’s Resistance Army, die Al-Kaida im Irak und die Al-Schabaab-Milizen in Somalia. Seit 2009 werden die Parteien, welche Kinder töten, verstümmeln oder vergewaltigen, ebenfalls in die Liste der Schande aufgenommen (UN-Resolution 1882). Zuvor wurden nur die Parteien genannt, die Kindersoldaten mit Zwang einberufen oder Kinder in bewaffneten Konflikten für ihre Zwecke missbrauchen.






Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Tagesanzeiger“, tagesanzeiger.ch

Schlagwörter: Globale Projekte, UN, Liste der Schande, Kinder, Kinderrechte, Krieg, Folter, Konflikte, Kindersoldaten, Entführung, Taliban, Al-Kaida, Al-Schabaab-Miliz, Joseph Kony, Lord's Resistance Army, Selbstmordattentäter, menschliche Schutzschilde, Militär, Sexsklavinnen, Vergewaltigung, Folter, Missbrauch, Säureangriff, Regime, Syrien, Jahresbericht, UN-Resolution 1612, UN-Resolution 1882