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Indien: Wo Kinder zu Medikamententests missbraucht werden

 
Meldung vom 15.06.2012

In Indien werden 1.700 Tote durch Medikamententests allein in einem Jahr verzeichnet. Die Dunkelziffer liegt sicherlich noch höher. Besonders Kinder werden oft ohne das Wissen ihrer Eltern zu medizinischen Testzwecken missbraucht. Doch es gibt auch Eltern, die so arm sind, dass der Verdienst durch Medikamententests einfach zu verlockend ist.

Wie werden eigentlich die Wirkungen oder besonders die Nebenwirkungen von Medikamenten getestet? Oft werden Wirkstoffe anhand von Tierversuchen überprüft. Allerdings dürfen einige wenige Stoffe auch zur Probe von Menschen eingenommen werden. Doch gerade in Deutschland ist besonders streng gesetzlich festgelegt, welche Medikamente an Menschen ausprobiert werden dürfen.

Doch in Indien ist das ganz anders: Alleine in Delhi drängen sich 16 Millionen Menschen auf einer Fläche, die halb so groß ist wie Berlin. Die meisten Menschen dort sind Analphabeten. Viele sind krank und können eine entsprechende Behandlung nicht bezahlen – das weiß die Pharmaindustrie für sich zu nutzen. Ohne den Patienten aufzuklären, werden ihnen Pillen, Spritzen oder Tropfen verabreicht. Die Opfer sind der irrigen Annahme, die Mittel seien dazu da, ihren Leiden ein Ende zu bereiten – stattdessen werden sie schlimmer und münden häufig in den Tod. Allein 2007 wurden in Indien 1.700 Tote registriert, die durch solche Tests gestorben sind.

Für einen Medikamententest werden mehrere tausend Probanden benötigt. Erst dann liegen hinsichtlich der Wirkungen einigermaßen sichere Voraussagungen und Ergebnisse vor. Deshalb hat sich Indien, was klinische Studien betrifft, zu einem sehr gefragten Land entpuppt. Auch für die deutsche Pharmazie sind die dort lebenden Menschen willkommene „Versuchskaninchen“ für Medikamententests. Solange dieser Bereich nicht gesetzlich geregelt wird, kommt es in Indien zu schockierendem Missbrauch der Menschen, besonders der Armen.


Video-Beiträge zu diesem Thema

 Indien: Kinder als Versuchskaninchen missbraucht




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „RTL“, rtl.de

Schlagwörter: Indien, Medikamente, Pharma, Pharmaindustrie, Medikamententests, Probanden, Kinder, Missbrauch, Versuchskaninchen, Nebenwirkungen, Pillen, Spritzen, Tropfen, Patienten, klinische Studien